Der FC Bayern hofft vor dem CL-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain auf das Comeback von Supertalent Lennart Karl als Einwechselspieler in einer möglicherweise heißen Schlussphase.
Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Heidenheim (3:3) trat Chefcoach Vincent Kompany hinsichtlich der Einsatzfähigkeit von Lennart Karl noch auf die Bremse, deutete aber gleichzeitig dezenten Optimismus für den PSG-Kracher an: „Ich bleibe noch vorsichtig mit seiner Situation“, so der Belgier mit dem Hinweis, dass der Spieler selbst entscheiden müsse, wann er wieder spielbereit sei.
Allerdings erklärte der 40-Jährige auch deutlich, dass sein Youngster grundsätzlich beste Voraussetzungen für ein schnelles Comeback mitbringe: „Lenny war noch nie verletzt, das ist jetzt seine erste Verletzung. Das heißt auch, dass er normalerweise ganz schnell und fit zurückkommen wird.“
FC Bayern scheint Karl für den PSG-Kracher einzuplanen
Nachdem der Jungnationalspieler bei der Partie gegen Heidenheim nur einen Tribünenplatz gehabt hat, scheint Kompany mit ihm im sportlich wesentlich wichtigeren Match gegen PSG zu rechnen. „Es gibt eine Möglichkeit Richtung Paris.“ Im CL-Halbfinal-Rückspiel benötigt der Rekordmeister nach dem Ausfall von Serge Gnabry jede weitere Option, um den knappen Rückstand aus dem Hinspiel zu drehen.
Nach Informationen der Münchner AZ deutet alles darauf hin, dass Karl beim bislang wichtigsten Saisonspiel im Kader stehen wird. Die Bayern planen dabei offenbar einen Joker-Einsatz des Hochtalentierten. Rund 20 Minuten Spielzeit in der Schlussphase, um frische Impulse zu setzen, sollen ein realistisches Szenario sein. Allerdings könnte es am Mittwochabend in der Allianz Arena auch in die Verlängerung gehen.
Der 18-Jährige ist der Shootingstar des FC Bayern in der laufenden Spielzeit. Insbesondere seine Dynamik, Unbekümmertheit und Torgefahr könnten ihn zu einer wichtigen Option im Spiel der Bayern werden lassen, wenn die Beine der Pariser Spieler in der Schlussphase müder werden sollten, wie dies schon im Hinspiel der Fall gewesen war.
Nach seinem vor dreieinhalb Wochen erlittenen Muskelfaserriss im hinteren rechten Oberschenkel wurde Karl vorsichtig aufgebaut und absolvierte über einen längeren Zeitraum individuelle Einheiten. Seit Ende letzter Woche steht er jedoch wieder im Mannschaftstraining, sodass einem Einsatz grundsätzlich nichts im Wege stehen dürfte.
