Seit Minjae Kim im Sommer 2023 vom italienischen Meister Napoli zum FC Bayern kam, ist sein Gesundheitszustand ein Dauerthema. Aktuell zwickt die Achillessehne.
Als der südkoreanische Nationalspieler sich zur Spielzeit 2023/24 dem deutschen Rekordmeister anschloss, tat er dies quasi ohne Vorbereitung. Anstelle die körperlichen Voraussetzungen für eine anspruchsvolle Saison im Training zu erarbeiten, musste er in seinem Heimatland einen Teil seines Militärdienstes leisten. Aufgrund eines extremen Engpasses in der Münchner Innenverteidigung wurde er jedoch sofort vom damaligen Trainer Thomas Tuchel zum Dauereinsatz verdonnert.
Dies machte sich dann mehr und mehr auch leistungsmäßig negativ bemerkbar, zumal der 28-Jährige auch keinen Weihnachtsurlaub bekam, anstelle dessen lief er für Südkorea im Januar / Februar 2024 in der Asienmeisterschaft auf.
Zweite Saison in Folge: Ausfälle von Teamkollegen überlasten Minjae
Auch in der laufenden Spielzeit unter dem neuen FCB-Chefcoach Vincent Kompany bekam Minjae häufig nicht die benötigten Erholungspausen, da die Neuzugänge Hiroki Ito und Josip Stanišić gleich zu Saisonbeginn langfristig ausfielen. So bleibt sein Gesundheitszustand ein Dauerthema an der Säbener Straße.
Probleme bereitet Minjae aktuell die Achillessehne, und das quasi schon seit dem Saisonstart. Schonung gab es aber vorwiegend nur im Trainingsbetrieb, ansonsten biss der Südkoreaner mit wenigen Ausnahmen auf die Zähne. Nach dem Achtelfinal-Rückspiel in Leverkusen (2:0) schien aber eine Grenze erreicht: „Wir müssen schauen, dass wir ihn nicht überlasten“, so FCB-Coach Vincent Kompany über seinen „ein bisschen verletzten“ Spieler, den er dann im anschließenden Bundesliga-Auswärtsspiel bei Union Berlin pausieren ließ.
Reicht die Pause für den großen Saisonendspurt?
Es ist derzeit wohl die letzte „günstige“ Gelegenheit für eine derartige Maßnahme: Die aktuelle Länderspielpause bringt zusätzlichen Spielraum. Für das Spiel gegen den FC St. Pauli, mit der sich die Bayern dann am Samstag in einer Woche aus der Länderspielpause zurückmelden, steht das auch zur Disposition. Wie der kicker berichtet, soll der Stamm-Innenverteidiger „eventuell noch dieses Spiel“ aussetzen.
Die große Hoffnung beim FC Bayern ist es, dass Minjae rechtzeitig für die großen Aufgaben zum Saisonendspurt – zumindest relativ – beschwerdefrei bereit ist. Zunächst Anfang April beim kleinen Bayerischen Derby bei aktuell außergewöhnlich gut performenden Augsburgern, ehe es zu CL-Viertelfinal-Duellen mit Inter Mailand und in in der Bundesliga zum Clásico gegen Borussia Dortmund kommt. Und ab dann soll es vor allem international erst so richtig losgehen, während man in der heimischen Liga die Meisterschaft gegen Bayer Leverkusen absichern muss.
Titelbild: Minjae jubelt über sein Siegtor im Ligaspiel der CL gegen PSG (1:0).

Ein Kommentar zu “Verletzungspause: Der Plan des FC Bayern mit Minjae Kim”