Obwohl Bayern-Leihgabe Nestory Irankunda erst wenige Tage in Zürich trainiert, ist Grashoppers-Coach Thomas Oral schon jetzt von ihm begeistert. Der 18-jährige Australier steht vor seinem Debüt in der ersten Schweizer Liga.
Das australische Supertalent Nestory Irankunda startete im vergangenen Sommer von großen Vorschusslorbeeren begleitet sein Europa-Abenteuer beim FC Bayern. Für 750.000 Euro hatte der deutsche Rekordmeister den 18-Jährigen verpflichtet, der zu Beginn auf dem FC Bayern Campus einquartiert wurde und in der Hinrunde für die Bayern Amateure in der viertklassigen Regionalliga und mit der U19 in der UEFA Youth League auflief. Für seine Ansprüche jedoch zu wenig.
Irankunda kündigte Winter-Ausleihe frühzeitig an
Bei einem Heimatbesuch in der Weihnachtszeit verriet Irankunda, dass er anders als die in etwa gleichaltrigen FCB-Teamkollegen Mathys Tel und Adam Aznou eine Winterausleihe für die Rückrunde anstrebe. Bei den Profis stand er zwar bereits einige Male im Kader bei Pokal- und Champions League Spielen, bekam aber von Vincent Kompany keine einzige Einsatzminute geschenkt.
Im Gespräch mit Paramount+ erklärte der 18-Jährige kurz vor Weihnachten, dass er mit der Chefetage des FC Bayern bereits über eine Leihe gesprochen hat. „Natürlich will man spielen, in einer ersten Liga, bei einem guten Verein“, so Irankunda damals zu seinen Plänen. „Ich glaube, das wäre besser für mich, ich kann nicht weiter jede Woche U23 spielen. Ich bin in Gesprächen mit dem Klub, hoffentlich finden wir bald einen Verein.“ Der wurde bei seiner Rückkehr nach München tatsächlich rasch gefunden, seine neue sportliche Heimat ist Grashopper-Club Zürich, Tabellen-Elfter und damit mitten im Abstiegskampf in der Schweizer Super League.
Grashoppers-Coach begeistert von Irankunda
Vor dem Ligaspiel gegen den FC Sion am 18. Januar schwärmt Grasshoppers-Trainer Thomas Oral bereits von der Bayern-Leihgabe: „Nes ist noch nicht der erfahrenste Spieler, aber ein unglaublich spannender Typ. In den Trainings sieht man schon, dass er für sein Alter sehr, sehr weit ist. Er ist schon Nationalspieler von Australien, das spricht für ihn. Und er hat ein Gesamtpaket, das du als offensiver Außenspieler brauchst. Ich erhoffe mir sehr viel von ihm.“
Gegen Sion dürfte Irankunda so zu seinem Debüt in der Super League kommen. Setzt er sich in der Schweizer Liga durch, könnte dies ein erster Schritt zur angestrebten Karriere beim deutschen Rekordmeister sein, den er trotz der nicht so befriedigenden sportlichen Situation in seinem ersten halben Jahr in München als „großartig“ bezeichnet.
