Eigentlich deutete zuletzt alles auf eine Vertragsverlängerung von Alphonso Davies beim FC Bayern hin. Nun scheint aber erneut alles wieder alles offen zu sein. Von einer Einigung kann weiter keine Rede sein, der Berater des Kanadiers will mit anderen Klubs sprechen.
Der Vertragspoker von Alphonso Davies mit dem FC Bayern entwickelt sich mehr und mehr zur scheinbar unendlichen Geschichte. Schon seit mehr als anderthalb Jahren ist es ein andauerndes Auf und Ab zwischen dem Rekordmeister und dem kanadischen Nationalspieler. Die Medien aus Spanien, speziell die Marca, als Hauspostille von Real Madrid bekannt, mischt immer kräftig mit.
Marca berichtet von Davies-Deal mit Real Madrid
Diese berichtet nun, dass die Davies-Seite sich bereits mit Real Madrid auf die konkreten Vertragsbedingungen geeinigt haben soll. Demnach sei man bei den Königlichen wieder einmal zuversichtlich sein, dass der Linksverteidiger bald unterschreiben und ab Sommer für den Rekordsieger der Champions League auflaufen wird. Seit dem Jahreswechsel darf Davies offiziell mit anderen Klubs verhandeln und einen Vertrag unterschreiben.
Es würde die nächste radikale Kehrtwende im Poker bedeuten. Zuletzt hatten die deutschen Boulevardmedien berichtet, dass eine Vertragsverlängerung des Kanadiers unmittelbat bevor stünde. Berater Nick Huoseh sei dafür in der vergangenen Woche – wieder einmal – nach München gereist.
Wie die BILD nun berichtet, hat es in der neuerlichen Verhandlungsrunde an der Säbener Straße wieder keine vollkommene Einigung gegeben. Huoseh sei zwar noch bis Freitag in München, es werde jedoch nicht damit gerechnet, dass bis dahin ein neuer Vertrag finalisiert werden kann.
Finanzielle Vorstellungen nicht mehr weit auseinander
Von Seiten des Rekordmeisters soll es erneut ein finales Angebot geben. Der Davies-Seite soll dieses jedoch nach wie vor nicht lukrativ genug sein. Dabei sollen die Vorstellungen aber nicht mehr weit auseinander liegen – laut BILD um ein bis zwei Millionen Euro pro Jahr, im Gespräch ist ein Vierjahresvertrag bis 2029. Möglicherweise geht es dabei nicht nur um das reguläre Jahresgehalt, sondern auch um einen Unterschriftsbonus und andere Boni.
Davies-Berater Huoseh plant nun angeblich dennoch wieder Gespräche mit anderen Klubs. Neben Real Madrid gelten auch Liverpool, Man United und Man City als potentiell interessiert. Laut der Marca liegt die Offerte aus Madrid allerdings weiterhin unter dem des FC Bayern.
Ein falscher Freund?
Beim gestrigen Kantersieg gegen die TSG Hoffenheim hat Davies nicht nur erneut eine starke Leistung gezeigt, auch sein exzellentes Verhältnis zu den Teamkollegen wurde abermals offenkundig. Manchmal bleibt es ein Rätsel, ob Spielerberater solche Szenarien erfassen bzw. erfassen wollen oder ob sie bei derartigen Deals nur auf den eigenen Kontostand schauen. Und den Spielern möchte man im selben Atemzug zurufen, dass sie sich doch endlich von solchen falschen Freunden trennen sollen.
