Nach einer weitgehend suboptimalen Saison unter Thomas Tuchel finden der FC Bayern und speziell Dayot Upamecano zu alter Stärke zurück. Dieser erklärt den Anteil des neuen Trainers Vincent Kompany an der positiven Entwicklung.
Dayot Upamecano ist unter Vincent Kompany einer der großen Gewinner der aktuellen Saison beim FC Bayern. Während der französische Vizeweltmeister in der vergangenen Spielzeit trotz seines gewaltigen Potenzials teilweise sehr fehlerhaft aufgetreten war, performte er unter dem belgischen Coach zuletzt auf beeindruckende Weise. Der 28-fache Nationalspieler hat nun gegenüber der BILD verraten, wie der neue Trainer ihm und seinen Teamkollegen zu alter Stärke verhalf.
Der 26-Jährige ist beim Rekordmeister in dieser Saison nicht nur unumstrittener Stammspieler, sondern auch absoluter Leistungsträger. Obwohl er in der Rückrunde der Spielzeit 2023/24 unter Tuchel kein Stammspieler mehr gewesen war, zeigte sich Kompany von Beginn an als großer Fan des Innenverteidigers. Ein Vertrauensvorschuss, den Upamecano sehr schnell mit starken Leistungen und großer Stabilität zurück zahlte.
Der BILD verriet Upamecano, wie ihm Kompany geholfen hat, mit den zahlreichen Negativerlebnissen der vergangenen Spielzeit abzuschließen: „Die letzte Saison war eine schlechte Saison für uns – auch für mich war sie nicht gut. Aber das Wichtigste ist, dass wir heute da sind, wo wir sind. Und wir haben einen sehr, sehr guten Trainer! Ich habe viel geredet mit ihm, er hilft mir und ich bin sehr, sehr zufrieden mit ihm“.
Entgegen allen Fanprotesten und Expertenmeinungen, die den zu Manchester United abgegebenen Matthijs de Ligt bevorzugt hätten, machte Kompany sehr früh klar, dass er auf Spielertypen wie Upamecano, aber auch Minjae Kim und wenn sie aus ihren Verletzungen zurückkommen werden, Josip Stanišić und Hiroki Ito, setzen werde. Der bullige Franzose stellt als Innenverteidiger mit seinen Skills – Zweikampfstärke, Schnelligkeit und präzises scharfes Aufballspiel – nahezu den Prototypen für das von Kompany bevorzugte Spielsystem mit dem extrem hohen Anlaufen und Pressen dar.
Nicht zuletzt aufgrund des uneingeschränkten Vertrauens seines Trainers fühlt sich Upa beim deutschen Rekordmeister für den nächsten Entwicklungsschritt startklar: „Wir machen sehr, sehr viel Video-Analyse – auch mit dem Co-Trainer. Ich bin sehr zufrieden, weil ich mich bei ihm weiterentwickeln kann. Und ich denke, ich bin noch nicht am Ende meiner Entwicklung.“
Besonders die nötige Konstanz ist für Upamecano ein großes Ziel: „Das Wichtigste ist: Wenn du einen Fehler machst, musst du das reparieren und dich dafür schnell konzentrieren“.
Dies umzusetzen, ist ihm zum Beispiel am Samstag im Heidenheim-Spiel schon bestens gelungen. Nachdem er in der ersten Halbzeit nicht nur wegen seines Führungstores der überragende Mann auf dem Platz war, leistete er sich zu Beginn des zweiten Durchgangs den Lapsus eines zu kurzen Rückpasses auf Keeper Daniel Peretz, den der zuvor chancenlose Gegner erlief und mit dem Ausgleichstreffer bestrafte. Anschließend agierte Kompanys Innenverteidiger-Prototyp aber wieder so souverän, wie man dies in dieser Saison von ihm gewohnt ist.
Titelbild: Upamecano und Minjae – bockstarkes Innenverteidiger-Duo beim Rekordmeister.
