Florian Wirtz ist der erklärte Wunschtransfer des FC Bayern für den nächsten Sommer. Eine Veränderung in seinem Beraterteam könnte die Situation nun komplizierter machen.
Der deutsche Nationalspieler Florian Wirtz hat mit Volker Struth einen neuen Berater verpflichtet. Wie die BILD berichtet, soll dieser ab sofort für den 21-Jährigen tätig sein, nachdem der Wunschspieler des FC Bayern bislang ausschließlich von seinem Vater Volker Struth beraten worden war. In diesem Kontext wird auch spekuliert, dass diese Zusammenarbeit eine strategische Neuausrichtung zu Lasten des FC Bayern ankündigen könnte, speziell weil das Verhältnis zwischen Struth, der unter anderem Julian Nagelsmann und Toni Kroos vertritt, und dem Rekordmeister nicht immer harmonisch war bzw. sein soll. Ein Wechsel ins Ausland soll das erklärte Ziel dieser Veränderung sein.
Allerdings liegt gemäß den BILD-Informationen aktuell der Schwerpunkt von Struth und seiner Agentur Sports360 auf der Vermarktung des Offensivspielers. So soll Struth bereits den Werbevertrag mit Pepsi ausgehandelt haben. Gerüchtehalber könnte das Engagement von Struth jedoch auch darüber hinausgehen und Auswirkungen auf die Karriereplanung von Wirtz haben, insbesondere mit Blick auf einen möglichen Transfer ins Ausland.
Beste Kontakte von Struth in La Liga
So wird auch berichtet, dass der langjährige Berater von Ex-FCB-Spieler Kroos ein gutes Netzwerk in der spanischen Liga haben soll. Das trifft sich insofern gut, weil auch Real Madrid immer wieder mit Wirtz in Verbindung gebracht wird.
Dass diese Entwicklung die Chancen des FC Bayern auf eine Wirtz-Verpflichtung schmälern könnten, liegt vor allem am angespannten Verhältnis zwischen Struth und FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Der Berater hat jüngst in einem Interview dieses Szenario sogar bestätigt.
Keine offensichtlich negativen Auswirkungen für den FCB
Auf der anderen Seite hat der 72-jährige Bayern-Patron offenbar einen sehr guten Draht zur Familie Wirtz, welchen er über die Jahre aufgebaut hat. Warum soll da ein neuer Berater, der zudem – zumindest zunächst – nur für ein anderes Geschäftsfeld verpflichtet wurde, alles zum Negativen verändern? Das wäre wie ein bewusster Sabotageakt der Familie Wirtz.
Das Rennen um die Verpflichtung des hochtalentierten Spielers sollte also nicht zwangsläufig durch eine Veränderung im Beraterteam radikal zu Ungunsten des deutschen Rekordmeisters belastet werden. Es wird sicherlich weiterhin alles professionell gehandhabt werden. Zumal ein negativ vorbelastetes Verhältnis zwischen Struth und den jetzigen FCB-Verantwortlichen, Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund, nicht bekannt ist. Sehr wohl aber der Wunsch des 21-jährigen Spielers, mit seinem gleichaltrigen Kumpel Jamal Musiala im selben Verein zu spielen. Musiala steht vor einer Vertragsverlängerung an der Säbener Straße …
Titelbild: Hier jubeln Wirtz und Musiala gemeinsam für die Nationalmannschaft – bald auch im FCB-Trikot?
