Trotz des 1:1-Unentschiedens gegen den amtierenden Double-Gewinners Bayer Leverkusen zeigt die Entwicklung des FC Bayern seit Saisonbeginn steil nach oben. Der Rekordmeister war auch gegen die Übermannschaft der vergangenen Spielzeit turmhoch überlegen und dominierte die Werkself wie auch die Gegner zuvor. Lothar Matthäus, der in der im letzten Spieljahr wiederholt mit Thomas Tuchel aneinander geraten war, zeigt sich nun als großer Fan vom neuen Chefcoach Vincent Kompany und der aktuellen FCB-Spielweise.
Der deutsche Rekordnationalspieler, der selbst in 410 Spielen für den FCB auf dem Platz stand (1984-88; 1992-2000), sieht einen deutlichen Fortschritt beim Rekordmeister: “Diese Bayern sind die stärksten, die ich bisher gesehen habe. Meiner Meinung nach sogar besser als unter Pep Guardiola, weil sie auch nach vorne spielen”, so der 63-Jährige gestern bei Sky90.
Kompany nach nur drei Monaten mit Guardiola zu vergleichen, ist natürlich sehr mutig. Der Weltmeister von 1990 begründet aber seine Meinung: “Sie versuchen immer wieder, nach vorne zu spielen und nicht nur quer und nach hinten mit Ballbesitz”.
Aus Sicht von Matthäus gelingt es dem Belgier, die Spieler individuell zu verbessern, speziell bei Dayot Upamecano und Minjae Kim, denen er offensichtlich neues Selbstvertrauen eingeflößt hat: “Beide Innenverteidiger wurden in den letzten sieben, acht Monaten zu Recht kritisiert. Kompany hat sie wieder auf den richtigen Weg gebracht. Es macht wieder Spaß, Bayern zu sehen.”
Allerdings weiß auch Matthäus bestens, dass die entscheidenden Phasen der Saison noch bevorstehen und die Gegner bisher größtenteils keine Schwergewichte waren: “Natürlich war das häufiger gegen schwächere Gegner wie Zagreb und Kiel der Fall – aber gegen Leverkusen, diese Dominanz, dieses Selbstverständnis, diese Kompaktheit und auch die Restverteidigung, das hat Kompany wieder hingebracht”, zeigt er sich begeistert.
Wo er recht hat, hat er recht, der Loddar 👍
