FCB-Sportvorstand Max Eberl stand in den vergangenen Tagen wahrscheinlich etwas mehr im Fokus, als ihm selbst lieb war. Dies sollte auch der Grund sein, warum er heute an der Säbener Straße kurz hintereinander sogar an zwei Pressekonferenzen beteiligt war. Zunächst zur Kurz-Präsentation von Michael Olise, dann – etwas außergewöhnlicher – bei der Spieltags-PK vor dem Pokalspiel in Ulm zusammen mit Coach Vincent Kompany. Natürlich ging es für ihn dabei zunächst um die Attacke aus Leverkusen im Zusammenhang mit den Verhandlungen um Jonathan Tah und ganz am Ende kam noch ein durchaus überraschendes Statement.
Eberl zu den heftigen Aussagen von Leverkusens CEO Fernando Carro: „Das Zitat spricht für sich. Mir fällt dazu nur ein: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“
Leverkusen-CEO Carro: „Ich halte von Max Eberl nichts, absolut nichts!“ – FC Bayern Total
Weiter wollte er sich auf die Sache nicht einlassen, auch wenn er sinngemäß anmerkte, dass die anwesenden Medienvertreter sich wohl auf eine neue Männerfeindschaft à la Hoeneß / Lemke oder Daum freuen würden: „Das Attacke-Thema sehe ich nicht hier vor dem Mikrofon, sondern morgen auf dem Platz.“
Die Leverkusener Aufregung um den Poker um Jonathan Tah kann der 50-Jährige nicht so ganz nachvollziehen, sieht er doch die Handhabung des FC Bayern in der Causa als absolut seriös an. Tatsächlich scheint die Verpflichtung des Leverkusener Nationalspielers noch in diesem Sommer aber nicht vom Tisch zu sein. Die Angelegenheit würde seitens des deutschen Rekordmeisters aber hinter verschlossenen Türen verhandelt.
Mit dem aktuell zur Verfügung stehenden Kader ist der Sportboss des FCB bereits höchst zufrieden: „Wir haben einen herausragenden Kader mit herausragenden Spielern, die mit Vincent Kompany eine gute Symbiose in der Vorbereitung gebildet haben.“
Den eigentlichen Knaller ließ Max Eberl aber ganz zum Ende der PK raus, als er zu den möglichen weiteren Transfers befragt wurde:
„Ein Neuzugang ist nicht automatisch Stammspieler, weil wir sehr gute Spieler im Kader haben. Die Konstanz ist wichtig, deswegen ist es so wichtig, wie Vini gerade erklärt hat, dass die Spieler fit sind. Wenn nichts Außergewöhnliches passieren sollte, dann haben wir den Kader für die neue Saison beisammen.“
Einige Medienvertreter werden daraufhin wohl große Augen gemacht haben. Denn dies bedeutet mehr oder weniger final, dass der seit einem halben Jahr medial verkündete radikale Kaderumbruch an der Säbener Straße tatsächlich nicht stattfindet. Und mit Blick auf die derzeitige Kaderzusammensetzung mit dem gewaltigen Potenzial, dass in den vorhandenen Spielern steckt, ist dies auch gut so!
Auf eine großartige FCB-Saison!
Kompany mit überraschender Idee für den „Kaderumbau“ des FC Bayern – FC Bayern Total

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