Wovon der FC Bayern nur träumen kann: Lazio-Schiedsrichter in Italien gesperrt

Was in der deutschen Bundesliga und auch bei der UEFA selbst in krassen Fällen seit langer Zeit, speziell wenn der FC Bayern daran beteiligt war und benachteiligt wurde, unmöglich erscheint, wird in der italienischen Serie A sehr schnell umgesetzt: Nach der Wutrede des Lazio-Präsidenten Claudio Lotito ist Schiedsrichter Marco Di Bello vorerst nur noch Zuschauer. Der Unparteiische wurde nach einer Reihe von umstrittenen Entscheidungen, die vor allem den Champions-League-Gegner des FCB auf die Palme brachten, für einen Monat gesperrt. Dies berichtet die Gazzetta dello Sport.

Bereits vor dem heiß diskutierten 0:1 von Lazio gegen die AC Mailand mit drei Roten Karten für die Hauptstädter war der 42-Jährige negativ aufgefallen. Nach eklatanten Fehlern beim Spiel der Serie A zwischen Juventus Turin und dem FC Bologna am 27. August 2023 (1:1) war Di Bello schon einmal für 36 Tage suspendiert worden.

Der Beschluss der Schiedsrichtervereinigung beruhigte den Lazio-Boss ein wenig, der von einer „Demütigung“ für seinen Klub bei der verpatzten Generalprobe vor dem Achtelfinalrückspiel bei Bayern gesprochen hatte. Besonders hatten ihn die drei Platzverweise gegen sein Team in der zweiten Hälfte erzürnt.

Lotito kritisierte im Anschluss das Schiedsrichterwesen in der Serie A auch im Allgemeinen: „Das geht schon seit geraumer Zeit so. Entweder ist das System in der Lage, sich selbst in völliger Autonomie zu korrigieren, oder wir müssen uns an eine dritte Instanz wenden.„

Harte starke Worte. In der Bundesliga sieht das ganz anders aus: Verpfeift ein SR das Spiel oder eine Mannschaft, wird er vom System geschützt und wie zur Belohnung – vor allem wenn es um den deutschen Rekordmeister geht – sogar noch vermehrt eingesetzt. (Der BVB von DFL-Boss Watzke schien da in der jüngeren Vergangenheit eine Ausnahme zu bilden.)

Und bei der UEFA scheint dasselbe Prinzip, wenn nicht sogar noch schlimmer, wie im deutschen Spitzen-Fußball zu gelten. Siehe die Spielansetzung für morgen:

Titelbild: Die Garde der deutschen Spitzen-SR, die den FC Bayern in jüngerer Vergangenheit ohne DFB/DFL-Sanktionen verpfeifen durften … man könnte die Liste noch ziemlich erweitern. Aufgrund der speziellen Mediensituation um den Rekordmeister wird von jener Seite auch nie regulierend eingegriffen werden.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Bayern Total

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen