Bayernfans fordern Medienboykott: Ein Spieler praktiziert diesen schon lange

Seit vielen Jahren kann man beobachten, wie die (Boulevard-)Medien mit den Protagonisten des FC Bayern immer unfairer, nahezu brutal umspringen. Negative Schlagzeilen bekommen bekanntermaßen die meiste Aufmerksamkeit, zum anderen sind solche Störmanöver sicher auch eine bewusste Maßnahme, um zu verunsichern. Nach jeder der letzten elf Deutschen Meisterschaften in Folge wurde es wilder – 2023/24 können sich dann diese Medien auf die Schultern klopfen, dass sie einen gewiss nicht geringen Betrag dazu geleistet haben, Bayer Leverkusens Image als Vizekusen beendet zu haben. Viele Bayernfans fordern deshalb schon lange einen Medienboykott des Vereins. Allein aus Vertragsgründen dürfte dies nicht möglich sein. Ein aktueller Bayernspieler praktiziert dies jedoch schon länger.

Nach jedem Spiel stellen sich viele der Bayern-Profis in der so genannten Mixed Zone den Fragen der Journalisten. Einer war in dieser Saison noch nie am Mikrofon: Raphael Guerreiro. Offenbar boykottiert der portugiesische Nationalspieler ganz bewusst die Medienvertreter.

Im Sommer 2023 war Raphael Guerreiro nach sieben Jahren bei Borussia Dortmund zum FC Bayern gewechselt. Nach längerer Verletzungspause zu Beginn der Spielzeit kam der linke Flügelspieler zuletzt immer besser in Fahrt. Darüber sprechen möchte er aber offenbar nicht. So wie auch zuletzt nach dem 2:1-Heimsieg gegen RB Leipzig. Die BILD berichtet, dass Guerreiro in dieser Saison noch kein einziges Mal in der Mixed Zone war, um mit Reportern zu sprechen.

Guerreiro war zwar auch während seiner Zeit in Dortmund nie ein Lautsprecher gewesen und eher durch Zurückhaltung gegenüber der Presse aufgefallen. Allerdings kann man in einigen vom Rekordmeister veröffentlichten Videos und Interviews sehen, wie locker, nahbar, offenherzig und witzig der Portugiese eigentlich ist.

Warum boykottiert Guerreiro die Medien? Im Jahr 2022 waren einige Medienberichte aufgekommen, in denen es hieß, er hätte eine zweifelhafte Einstellung zum Profisport. Ein Ruf, der ihm anschließend einige Zeit anhaftete. In den sozialen Netzwerken wehrte sich der technisch starke Defensivspieler mit deutlichem Sarkasmus: “Schön, was man alles in dem Artikel erfährt”. Seitdem verspürt der 30-Jährige keine große Lust mehr hat, mit Reportern zu sprechen.

Bravo Rapha – das nennt man konsequent! Allerdings dürfte dem FCB medial noch mehr Wind entgegen blasen, wenn sich alle Spieler so verhalten würden. Obwohl noch mehr Kritik, Spott und Häme aktuell kaum mehr verstellbar sind.

Titelbild: So sehen wir unsere Bayern am liebsten – feiernd nach dem Spiel vor der Fankurve (Rapha zwischen Neuer und Choupo) und nicht in irgendeiner Mixed Zone von den Reportern gequält.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

Ein Kommentar zu “Bayernfans fordern Medienboykott: Ein Spieler praktiziert diesen schon lange

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Bayern Total

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen