Mit dem gestrigen 2:2 in Freiburg hat sich der FC Bayern aller Voraussicht nach endgültig um alle Chancen im Kampf um die Deutsche Meisterschaft gebracht. Dementsprechend war die Ernüchterung nach dem Spiel groß.
Die FCB-Stimmen:
FCB-Sportdirektor Christoph Freund:
„Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Es ist bitter, wir haben zwei Punkte liegen gelassen. Die erste halbe Stunde war nicht gut, das ist enttäuschend. In der zweiten Halbzeit haben wir uns Chancen herausgespielt. Wir müssen auf uns schauen und mehr Konstanz reinkriegen. Wir werden das Spiel aufarbeiten. Es ist nicht viel Zeit. Dienstag ist ein ganz wichtiges Spiel, da müssen wir von der ersten Minute an richtig da sein. Wir haben 90 Minuten, es zu drehen. Das wollen wir unbedingt schaffen.“
Thomas Tuchel:
„Wir haben keine gute erste halbe Stunde gespielt, komplett ohne Struktur, viel zu undiszipliniert und waren zu Recht in Rückstand. Wir waren überhaupt nicht in unseren Positionen, hatten Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und haben den Gegner eingeladen zum Kontern. Wir haben dann eine gute Reaktion gezeigt, eine gute zweite Halbzeit gespielt, mit vielen Chancen und uns am Ende um den Lohn gebracht. Das Gegentor können wir sicherlich besser verteidigen. Ansonsten haben wir die zweite Halbzeit komplett dominiert und viele hochkarätige Torchancen kreiert.“
Jamal Musiala, der seine Mannschaft mit dem überragenden Tor zum 2:1 vermeintlich auf die Siegesstraße brachte:
„Wir haben gekämpft, hatten viele Chancen. Manchmal soll es einfach nicht sein. Wir sind Bayern München. Wir wollen immer gewinnen. Es ist richtig nervig, wie es momentan läuft. Wir wollen Meister werden, wollen Titel holen. Wir müssen positiv bleiben, uns durchbeißen und bis zum Ende so gut wie möglich spielen, um vielleicht noch etwas rauszuholen.“
Mathys Tel, der zum ersten Mal in dieser Saison in der Bundesliga in der Startelf stand und sich dafür mit seinem großartigen Treffer zum 1:1 bedankte:
„Wir hatten viele Chancen, aber haben nur zwei Tore gemacht, das war leider nicht genug. Das müssen wir natürlich besser spielen. Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Wir müssen uns intensiv auf das Spiel gegen Lazio vorbereiten.“
Titelbild: Musialas Torjubel nach dem 2:1 in der 75. Minute war schon fast meisterlich, erinnerte an Köln im letzten Mai. Wenige Minuten später wechselte ihn Tuchel – nicht positionsgetreu, sondern sehr defensiv denkend – gegen Dayot Upamecano aus, wiederum nur vier Minuten später (87. min.) glich Freiburg zum Endstand aus. Bryan Zaragoza saß – trotz der Ausfälle von Sané, Coman und Gnabry – dagegen wieder das ganze Spiel auf der Bank. Was denkt sich der Junge, was der FC Granada und was die Finanzabteilung des Rekordmeisters?
