Wie seit gestern bekannt ist, endet Thomas Tuchels Zeit beim FC Bayern vorzeitig zum Saisonende. Dennoch findet Ex-FCB-Profi Stefan Effenberg nicht, dass der Trainer gescheitert ist. Der Champions League Sieger von 2001 (Titelbild) sieht Tuchel keinesfalls als Alleinverantwortlichen für die Krise beim Rekordmeister.
„Ich würde nicht sagen, dass er bei Bayern gescheitert ist. Man darf auch die Umstände nicht vergessen, unter denen er kam, in einer extrem schwierigen Phase“, schrieb der frühere Kapitän des Rekordmeisters in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.
Immer wieder habe der Trainer auch auf Schwächen im Kader hingewiesen „und gesagt, dass das zu wenig ist und er noch mehr Verstärkungen braucht. Und da müssen sich auch die Bosse um Dreesen hinterfragen“, so Effenberg.
Die laufende Spielzeit möchte man an der Säbener Straße noch mit Tuchel beenden. Effenberg fordert in diesem Kontext von der Klubführung, vorschnelle Reaktionen zu vermeiden, selbst wenn Erfolge weiterhin ausbleiben sollten: „Es kann nicht sein, dass man dann im April doch noch mal etwas verändert. Die Verantwortlichen haben die Entscheidung getroffen, mit Tuchel die Saison zu beenden. Und für die müssen sie geradestehen. Da geht es am Ende dann für die Klubbosse auch um ihre Glaubwürdigkeit.“
Es komme nun auch auf den Charakter der Profis an. „Die Spieler stehen in der Verantwortung und in der Pflicht. Sie wissen klipp und klar, woran sie sind. Sie haben jetzt keine Ausrede mehr und müssen Antworten auf dem Platz geben.“
Wohltuend sachlich seriöse Aussagen, wenn man ihn mit anderen sog. TV-Experten vergleicht.
