Die Stimmen der frustrierten Bayern zur Niederlage in Rom – Müller bringt es auf den Punkt

Spätestens seit der 0:3-Klatsche in Leverkusen scheinen die Bayern mental völlig auf dem Boden zu liegen. Vorne treffen Kane, Musiala, Müller, Sané & Co das Tor nicht mehr, hinten führen unfassbare Fehler zu Gegentoren. Es scheint so, als müsste die gesamte Truppe derzeit den Trainingsplatz vor den Spielen gegen die Couch eines Psychologen (Mentalcoaches) eintauschen.

Thomas Müller nach der unnötigen Niederlage bei Lazio in einer Mischung aus Frust, Galgenhumor und „Never-give-up“:

Eine Reaktion auf das Leverkusen-Spiel war auf jeden Fall da in der ersten Halbzeit. Da hätten wir in Führung gehen müssen. Wir hatten drei klare Torchancen, aber haben es verpasst, einen reinzumachen. Wenn man im Champions League-Achtelfinale bei Lazio Rom solche Möglichkeiten bekommt, dann muss man die auch machen. Trotzdem war die zweite Halbzeit von Verunsicherung geprägt. Das war schon beinahe Slapstick, wie wir uns von einem Fehler in den anderen gebracht haben. Es ist natürlich nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind aktuell nicht in der Situation, dass uns alles leicht von der Hand geht. Aber wir werden weitermachen und haben jetzt drei Wochen Zeit bis zum Rückspiel. Jetzt geht es bewusst positiv Richtung Bundesliga. Wir sind nicht zufrieden, das ist völlig klar, aber wir werden bis zur letzten Sekunde in allen Wettbewerben alles geben.“

Die Meinung von Kapitän Manuel Neuer wich davon nicht allzu weit ab:

Die Leichtigkeit ist im Moment nicht da. Wir wussten, dass es nicht so einfach funktionieren wird, dennoch war die erste Halbzeit ordentlich. Wir haben uns da Chancen herausgespielt. Dass wir dann so in die zweite Halbzeit starten, ist unsere Schuld. Wir tragen die Verantwortung dafür und müssen den Finger in die Wunde legen. Man spürt die Verunsicherung. Es stellt sich die Frage nach dem Warum. Wir müssen zusammenbleiben und das nächste Spiel in Bochum so gut wie möglich bestreiten. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, positive Emotionen, einen Sieg. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden.

Ratlosigkeit, Durchhalteparolen – es ist beängstigend. Immer wieder nur alles auf den Trainer zu schieben, ist zu billig: Zuerst Julian Nagelsmann, jetzt Thomas Tuchel … ähnliches Bild bei der Nationalmannschaft: Zuerst der Weltmeistertrainer von 2014 Jogi Löw, dann der FCB-Sextupel-Trainer 2020 Hansi Flick … und jetzt nochmal Nagelsmann? Unter all diesen Trainer haben fast alle FCB-Nationalspieler in den letzten Jahren weit unter ihren eigenen Möglichkeiten gespielt – die ausländischen Mitspieler geraten in denselben Sumpf, selbst ein Harry Kane ist aktuell infiziert. Wie ist das – regelmäßig – möglich bei einer derartigen Anzahl an Klassekickern?

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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