Der frühere Bayern-Profi Mario Basler (1996-99) hat in seinem Podcast „Basler ballert“ nach der 0:3-Pleite der Bayern in Leverkusen die Frage in den Raum gestellt, ob die Kicker des Rekordmeisters noch hinter ihrem Trainer Thomas Tuchel stehen – oder ob sie sogar gegen ihn spielen.
Der 55-Jährige: “Wenn du das Spiel am Samstag gesehen hast, ja dann kannst du das Gefühl kriegen, dass der eine oder andere Spieler vielleicht keinen Bock mehr auf den Trainer hat.” Allerdings habe er sich ein derartiges Szenario eigentlich “nie vorstellen” können.
Der verhinderte CL-Sieger von 1999 weiter: “Es gab ja auch schon mal den einen oder anderen Trainer, bei dem sich dann die Spieler beim Vorstand beschwert haben, dass der Trainer weg muss, weil sie nicht gespielt haben. Das war mit Niko Kovac so. Bei Nagelsmann soll es ähnlich gewesen sein.”
“Es ist mir auch unerklärlich zu sagen oder den Glauben daran zu haben, dass es wirklich Spieler gibt, die gegen einen Trainer bei Bayern München spielen. Ich glaube das nicht. Ich kann das nicht glauben. Entschuldigung, ich will das auch nicht glauben, aber vielleicht müssen wir uns damit beschäftigen.”
Zur Leistung der Bayern in Leverkusen: “Ich habe schon lange keine so schlechte Bayern-Mannschaft mehr gesehen. … Dieser Auftritt von den Bayern, das war nicht Bayern-like, das war auch des FC Bayern nicht würdig. Ich habe durchgehend an alle die Schulnote sechs verteilt.”
Ja, es stimmt, das war am Samstag tatsächlich nicht Bayern-like, trotzdem sollte man die Herren Basler, Matthäus, Babbel und vor allem natürlich Hamann daran erinnern, dass zahlreiche ihrer eigenen Leistungen in den 1990er Jahren diesen heute so hohen Maßstab nie und nimmer erreicht haben.
Titelbild: Mario Basler erzielt im CL-Halbfinal-Rückspiel 1999 gegen Dynamo Kiew den 1:0-Sieg-Treffer, der gleichzeitig den Finaleinzug bedeutete. Ein sagenhaftes Tor in seinem wohl besten Spiel für den FCB, vor allem was Einstellung und Laufpensum betraf. Der Super-Mario zählte auch eher zu den Talent-Verschleuderern als zu denjenigen, die ihre Karriere perfekt gestaltet haben.
