Auf der Spieltags-PK vor dem morgigen BL-Spiel in Dortmund hat FCB-Chefcoach Thomas Tuchel mit seinen Aussagen zum Personal sicherlich vielen hoffenden Bayernfans einen argen Dämpfer verpasst. Aufgrund der Rotsperre von Joshua Kimmich, der Knieverletzung von Matthijs de Ligt, dem letzten krankheitsbedingten Ausfall von Noussair Mazraoui bei einem sowieso schon zu dünnen Spielerkader kann man nur auf die Rückkehrer Dayot Upamecano und Leon Goretzka hoffen. Diese Hoffnung trübte der 50-Jährige, zumindest Einsätze der beiden in der Startelf sind sehr unsicher.
„Die Entscheidung ist noch nicht getroffen, die müssen wir mit den Spielern und den Medizinern treffen. Wir müssen schauen, ob es zu verantworten ist. Ob Dayot Upamecano und Leon Goretzka infrage kommen, zu beginnen, ist noch offen.… Es gibt im Moment keine Überlegungen zu anderen Personalien. Wir pflegen Upa und hoffen, dass er schnell wieder auf dem Platz steht. Der Verlust von Matthijs de Ligt ist extrem bitter.“
Das große FCB-Dilemma in der Innenverteidigung morgen:
„Wenn Upa nicht kann, dann Leon Goretzka, wenn Leon nicht kann, dann Upa. Wir müssen abwarten. Man hat bei Serge Gnabry gesehen, dass die Schiene teilweise auch einschränkend sein kann. Leon hat die Schiene seit ein paar Tagen. Unabhängig von der großen Wichtigkeit des Spiels haben wir eine Verantwortung für die gesamte Saison. Wir müssen schlau sein und abwägen. Wir werden jetzt Gespräche führen und alles auf den Tisch legen, was es braucht, um abzuwägen. Die Entscheidung wird erst spät fallen.“
Und das Dilemma im zentralen Mittelfeld ist aufgrund der Sperre von Kimmich nicht geringer:
„Kimmich ist natürlich ein Fixpunkt. Joshua fühlt sich in der Mitte am wohlsten. Vor allem in solchen Spielen ist er jemand, der alle Bälle will. Er fehlt uns im Spielaufbau, es fehlen uns Chipbälle und Standardsituationen. Wir müssen Lösungen finden. Wir hoffen, dass Noussair Mazraoui heute fit auf dem Platz stehen kann, damit wir Konrad Laimer fürs Zentrum haben.“
Nachdem Tuchel öffentlich nicht mehr aussprechen soll bzw. darf, was wirklich Sache ist, tut das nun FC Bayern Total für ihn:
Der Kader ist zu dünn, viel zu dünn, viel viel zu dünn! Diese missliche Situation hat auch nicht unerheblich zum Ausscheiden im Pokal beigetragen …
