Das fantastische Olympiastadion war fast 33 Jahre lang die Heimat der Bayern und ihrer Fans. Nachdem dort das erste FCB-Pflichtspiel bereits am 34. Spieltag der Saison 1971/72 stattgefunden hatte – das sensationelle Saisonfinale gegen Schalke 04 am 28. Juni 1972, mussten die Bayern über ein Vierteljahr auf ihres nächstes Heimspiel in der riesigen Schüssel warten.
Aufgrund der Olympischen Sommerspiele in München startete die Bundesligasaison 1972/73 ziemlich verspätet erst am 16. September. Vier Tage später hatten die Bayern dann ihr erstes Saison-Heimspiel und mussten dieses tatsächlich – wegen der Umbauarbeiten im Olympiastadion – noch einmal im altehrwürdigen Grünwalder Stadion spielen. Beim 2:1-Sieg über Werder Bremen war Gerd Müllers zwischenzeitliches 2:0 das letzte Pflichtspieltor der Profis in Giesing – standesgemäßer ging es kaum.
Und zehn Tage später, am 30. September 1972, war es soweit: Der FCB zog endgültig in sein neues Wohnzimmer ein und verließ dieses erst über 32 Jahre und sieben Monate später wieder – zu Gunsten der Allianz Arena. Sämtliche seiner Pflichtheimspiele in diesem Zeitraum trug der heutige Rekordmeister am Oberwiesenfeld aus. Zum Einstand in der Saison 1972/73 gab es am 4. BL-Spieltag einen 4:0-Sieg über Hertha BSC. Der Gerd eröffnete früh den Torreigen, ließ nach einer Viertelstunde das 2:0 folgen. In Halbzeit 2 legten Uli Hoeneß und Franz Beckenbauer nach. Legendärer ging es kaum.
Diese grandiose Zeit endete am 14. Mai 2005 mit einem wilden 6:3-Sieg über den 1. FC Nürnberg. Es war der 33. Spieltag der Saison und die Bayern verabschiedeten sich standesgemäß mit der Meisterschaftsfeier.
Die Choreo in der Südkurve vor dem Spiel zur Verabschiedung aus dem Olympiastadion:

