Oliver Kahn kritisiert Jürgen Klopp wegen Jonas Urbig: „Schon etwas unglücklich“

Jonas Urbig hat mit zwei starken Auftritten für die deutsche Nationalmannschaft Werbung in eigener Sache betrieben. Beim 2:0 gegen Serbien und beim 0:0 in Griechenland blieb der Keeper des FC Bayern jeweils ohne Gegentor, was der DFB-Elf in den sieben Partien zuvor nicht gelungen war. Trotzdem kritisiert Oliver Kahn nun Jürgen Klopps Umgang mit dem 23-Jährigen.

Oliver Kahn stört dabei speziell die Begründung des Bundestrainers, Urbig Spielpraxis verschaffen zu wollen. „Ich glaube nicht, dass die Nationalmannschaft dazu da ist, irgendjemandem Spielpraxis zu verschaffen“, sagte der frühere DFB-Kapitän bei Sky/RTL.

Kahn legte nach: „Ich finde, das war schon etwas unglücklich. Wenn jemand Spielpraxis braucht, dann hätte ich sie gerne demjenigen gegeben, der laut Jürgen Klopp zumindest im Moment die Nummer 1 ist: Marc ter Stegen. Das hätte aus meiner Sicht mehr Sinn ergeben.“

Klopp hatte vor dem Griechenland-Spiel erklärt, dass Urbig im Gegensatz zu den anderen nominierten Torhütern bei seinem Verein nicht regelmäßig spiele und deshalb einen weiteren Einsatz bekommen solle.

Kahn sieht aktuell Marc-André ter Stegen als aktuelle Nummer 1 in der Nationalmannschaft, hält ihn aber nicht für unangreifbar. Der Routinier von Ajax Amsterdam verfüge über „extrem wichtige“ Erfahrung auf höchstem Niveau, habe im DFB-Tor aber nicht immer vollständig überzeugt.

Meine Meinung: Klopp sieht Urbig eher früher als später als die Nummer 1 im DFB-Tor. Von den drei für das Griechenland-Spiel verfügbaren Keepern traute er Urbig am ehesten die Leistung zu, die Deutschland noch eine Chance auf den Einzug ins Viertelfinale der Nations League ermöglichen könnte. Und Urbigs Leistung hat ihn auch bestätigt.

Zum früheren FCB-Weltklassekeeper Kahn: Der hat leider nicht die Skills, die man ihm durchaus zugetraut hat, eine erfolgreiche Fußballkarriere nach seiner Aktivenzeit zu bestreiten. Als FCB-CEO war er eine Fehlbesetzung.

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