Trotz neuer Verletzungssorgen: PSG fühlt sich für CL-Kracher gegen Bayern bereit

Wie der FC Bayern in Mainz trat auch CL-Halbfinalgegner PSG vor dem Topduell in der heimischen Liga mit einer B-Elf an. Danach gibt es dennoch Fragezeichen hinter zwei angeschlagenen Stars.

Wie FCB-Chefcoach Vincent Kompany beim 4:3-Sieg in Mainz hat auch Luis Enrique im Ligue-1-Spiel bei Angers SCO vor dem Champions-League-Duell zahlreiche Pariser Leistungsträger geschont. Beide Halbfinal-Kontrahenten konnten letztendlich ihre Partien für sich entscheiden. Der Weg dahin konnte jedoch nicht unterschiedlicher gewesen sein: Während die Bayern am Ende ein überragendes Comeback nach einer völlig verkorksten ersten Halbzeit (0:3) feierten, gewann der französische Tabellenführer ganz entspannt mit 3:0 (2:0).

Beide Trainer und ihre Teams gehen offensichtlich gestärkt aus den Liga-Partien heraus. Die Bayern sind stolz auf ihre Mentalität, für den spanischen PSG-Coach fühlte sich das 3:0 schlichtweg „gut an, ein Ergebnis wie dieses ist die beste Vorbereitung auf ein Champions-League-Halbfinale. Es ist wichtig für das Selbstvertrauen jedes einzelnen Spielers, aber auch für die Mannschaft und die Fans. Wir sind bereit“, so Enrique nach dem Spiel.

Beide Halbfinalisten schonen Stammspieler, haben aber dennoch Verletzungssorgen

Kompany schonte bei den unbequemen Mainzern zehn seiner mutmaßlichen Startelfspieler für die Halbfinalpartie in Paris. Außer Konrad Laimer, der über die gesamte Distanz auf dem Spielfeld stand, spielte keiner aus der Top-11 länger als eine Halbzeit. Dabei könnte der Österreicher im Prinzenpark auch durch den wesentlich flinkeren Alphonso Davies ersetzt werden. Auch diese Maßnahmen haben zu dem dramatischen Spielverlauf bei den Rheinhessen geführt.

Eine derartige Dramaturgie entwickelte sich in Angers nicht ansatzweise. Kang-In Lee (7.), Senny Mayulu (39.) und Lucas Beraldo (52.) trafen für PSG, bei dem unter anderem der Ballon-d’Or-Gewinner Ousmane Dembélé sowie die Offensivstars Désiré Doué und Chwitscha Kwarazchelia gar nicht zum Einsatz kamen. Der souveräne Sieg wackelte nur einmal, als eine höchst umstrittene VAR-Entscheidung den Ausgleichstreffer der insgesamt sehr biederen Heimmannschaft wegen einer angeblichen Abseitsposition kassierte.

Trotz des einfachen Sieges beim Tabellen-13. war die Stimmung bei PSG mit Blick auf zwei Auswechslungen etwas gedämpft: Achraf Hakimi und Lucas Hernández spielten jeweils nur die erste Halbzeit. Der Marokkaner Hakimi wirkte nach einem Sprint angeschlagen, blieb aber bis zur Pause auf dem Feld. Das galt auch für den Ex-FCB-Spieler Hernández, der sich zuvor wiederholt an den linken Oberschenkel gegriffen hatte.

Zu beiden Personalien wollte sich Enrique nach der Partie nicht äußern. Allerdings bewegte sich zumindest Hakimi offensichtlich schon wieder ohne erkennbare Beschwerden zum Mannschaftsbus. Zudem bangt man beim CL-Titelverteidiger um den Einsatz des portugiesischen Mittelfeld-Taktgebers Vitinha, der bislang keine Minute in der Königsklasse verpasst hat, aber in Angers wegen einer Fersenreizung nicht dabei war. Kompany muss im Duell der beiden derzeit weltbesten Vereinsteams dagegen auf die deutschen Nationalspieler Serge Gnabry, Lennart Karl und Tom Bischof verzichten.

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