Verlängert er noch einmal beim FC Bayern oder beendet er seine Karriere? Manuel Neuer scheint nun eine klare Tendenz zu haben. Was bedeutet das für seinen designierten Nachfolger Jonas Urbig?
Die künftige Besetzung der Torwartposition, die eng mit der Zukunftsentscheidung von Kapitän Manuel Neuer verbunden ist, ist ein eminent wichtiges Thema beim FC Bayern. Laut Informationen der Sport Bild soll es nun eine klare Tendenz geben: Möglicherweise auch beflügelt durch seine Weltklasseleistung im Bernabéu kann es sich der 40-Jährige durchaus vorstellen, noch eine weitere Spielzeit beim Rekordmeister dranzuhängen.
Wurde bis vor wenigen Wochen – nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen kleinen Verletzungen – noch spekuliert, dass der fünffache Welttorhüter seine Fußballstiefel nach dieser Saison endgültig an den Nagel hängen könnte, ergibt sich derzeit ein neues Szenario. Womöglich hat dies auch damit zu tun, dass nun offensichtlich die Ursachen seiner Muskelblessuren bekannt sind. So betonte ein auffallend gut gelaunter Neuer zuletzt, dass eine Entscheidung über seine Zukunft in Kürze anstehen werde.
Einziger Fokus auf Bayern – Urbig mit neuer Rolle
Dabei soll Neuer seinen kompletten Fokus einzig auf den FC Bayern richten, das in der Öffentlichkeit permanent diskutierte Comeback in der Nationalmannschaft für ihn selbst nicht infrage kommen – ob ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann noch einmal kontaktiert oder auch nicht. Das hängt laut Sport Bild hauptsächlich mit der hohen Belastung zusammen. Neuer absolvierte bereits jeweils vier Weltmeisterschaften und Europameisterschaften und kann somit sehr gut einschätzen, welche körperlichen Belastungen die WM in den USA, Mexiko und Kanada mit sich bringen würde.
Anstelle dessen möchte er lieber die Sommerpause nutzen, um bestens vorbereitet in seine dann wohl letzte Spielzeit beim FC Bayern zu gehen. Parallel dazu soll er weiterhin seinen Teil dazu beitragen, den Generationswechsel im FCB-Tor zu fördern. Der 22-jährige Jonas Urbig soll nach den Vorstellungen der Verantwortlichen an der Säbener Straße in der kommenden Saison deutlich mehr Einsatzzeit, laut Sport Bild rund 20 Pflichtspiele, erhalten.
Dieser Plan kommt auch dem 40-jährigen Neuer entgegen. Der Weltmeister von 2014 wäre weiterhin die Nummer 1, würde aber gezielt entlastet werden. Die gemeinsame Strategie beim Rekordmeister: Kontinuität auf höchstem Niveau mit Neuer – und gleichzeitig ein behutsamer Übergang zu Urbig. Die Tendenz geht derzeit also klar in Richtung Neuer-Verlängerung – mit den der Situation angepassten Rollen hinsichtlich seiner Nachfolge.
