Frankreichs Nationalcoach Deschamps stinksauer wegen FCB-Star Michael Olise

Frankreich hat mit dem 3:1 gegen Kolumbien auch das zweite Testspiel im WM-Gastgeberland USA gewonnen. Nationaltrainer Deschamps war nach der Partie dennoch wütend.

Nach dem 2:1-Sieg im Prestige-Duell gegen Brasilien hat die französische Nationalmannschaft auf ihrer USA-Reise auch die zweite Partie gegen einen südamerikanischen Gegner für sich entschieden. Durch zwei Treffer von PSG-Stürmer Désiré Doué und einen des Ex-Gladbachers Marcus Thuram bei einem Gegentor von Jaminton Campaz gewann die Équipe Tricolore auch mit dem „zweiten Anzug“ mit 3:1 gegen Kolumbien mit Luis Díaz. Frankreichs Trainer Didier Deschamps war nach dem Spiel trotzdem wegen einer Aktion mit FCB-Topstar Michael Olise stinksauer.

Grund für seine Kritik war aber nicht etwa die Leistung des 24-Jährigen, sondern das überharte Einsteigen einiger kolumbianischer Spieler gegen ihn. Der 57-Jährige, der sowohl als Spieler (1998) als auch als Trainer (2018) Weltmeister geworden war, regte sich extrem über die Südamerikaner auf.

Deschamps in großer Sorge um die Gesundheit seiner Spieler

Speziell ein Tackling brachte Deschamps mächtig auf die Palme, wie er nach der Partie gegenüber dem französischen Fernsehsender TF1 erklärte: „Sie wissen genauso gut wie ich, dass südamerikanische Mannschaften so sind. In diesem Fall hilft es ein wenig, zu wissen, dass es keinen VAR gibt, besonders bei dieser letzten Aktion, dem letzten Tackling gegen Michael Olise.“

Zum Glück sei Olise in der erwähnten Szene hochgesprungen, „sonst hätte er nur noch ein Bein.“ Deschamps hat zwar grundsätzlich keine Einwände gegen eine aggressive Spielweise, „aber das geht ein bisschen zu weit. Das wird nicht immer geahndet. Ich habe dem vierten Offiziellen gesagt: ‚Das ist kein American Football.‘ Es gibt keine Tacklings. Zum Glück gab es keine ernsthaften Folgen.“

Olise wurde wie viele französische Stars, darunter auch Kylian Mbappé, zunächst geschont, dann für die Schlussviertelstunde eingewechselt. Der Offensivspieler des FC Bayern stand dann aber wegen der von Deschamps erwähnten Aktionen sofort unfreiwillig im Mittelpunkt. Glücklicherweise kann er die Rückreise nach München unverletzt antreten. Aus demselben Grund war man dort auch heilfroh, dass Englands Coach Thomas Tuchel den Toptorjäger des Rekordmeisters, Harry Kane, gegen die noch mehr als Raubeine verschrienen „Urus“ beim 1:1 in Wembley nicht nominiert hatte.

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