Vor der Partie gegen Ghana in Wien wurde FCB-Profi Konrad Laimer als „Österreichs Fußballer des Jahres 2025“ geehrt. Beim 5:1-Sieg wurde er jedoch nicht eingesetzt. Was steckt dahinter?
Es sind bange Tage für FCB-Chefcoach Vincent Kompany: Trotz der verletzungsbedingten Absagen von Jamal Musiala, Alphonso Davies, Aleksandar Pavlović und Jonas Urbig sind vor den alles entscheidenden Wochen immer noch 14 seiner Profis mit ihren Nationalteams unterwegs. Einer davon ist die österreichische „Arbeitsbiene“ Konrad Laimer. Für den 28-Jährigen standen mit dem ÖFB-Team die Testspiele gegen Ghana und Südkorea an.
Nachdem er sich am Freitagabend in Wien den herzlichen Applaus für seine erstmalige Wahl zu „Österreichs Fußballer des Jahres“ abgeholt hatte, stand der Stammspieler dann aber – etwas überraschend – gegen Ghana, welches am Montag auch Gegner der deutschen Nationalmannschaft sein wird, nicht auf dem Feld. Und er nahm auch nicht an Ralf Rangnicks „Wechselorgie“ nach der Pause teil, als dieser zehn Spielerwechsel vornahm.
Kein Risiko vor den entscheidenden Wochen im Vereinsfußball und vor der WM
Nach der Partie klärte der österreichische Nationaltrainer auf einer PK dazu auf: „Konny hat gestern ganz normal mittrainiert, hatte keine Probleme. Aber nach dem Training hat er etwas im Knie gespürt. Es war eine Reizung, deshalb haben wir gesagt, dass wir kein Risiko eingehen. Man weiß, welche Spiele für ihn noch anstehen. Wir brauchen Konny auch nicht testen, wir wissen, was wir an ihm haben. Von daher war es für mich auch klar, dass wir kein Risiko eingehen.“
Auf die Nachfrage, wie es denn am Dienstag für die Partie gegen Südkorea mit FCB-Innenverteidiger Minjae Kim aussehen würde, antwortete Rangnick, der vor zwei Jahren auch als Bayerntrainer gehandelt worden war: „Wir müssen schauen, ob von denjenigen, die gegen Ghana nicht spielen konnten, der ein oder andere wieder spielen kann. Wir werden kein Risiko eingehen bei Konny oder bei Xaver Schlager. Dafür sind sie zu wichtig für die Mannschaft.“
Das gilt auch für einen Ex-Profi des FC Bayern: David Alaba, seit fünf Jahren in Diensten von Real Madrid, plagt sich seit einiger Zeit mit Wadenproblemen herum. Ob er in den CL-Viertelfinal-Duellen gegen seinen Ex-Verein aufgestellt wird, ist unklar. Zu einem Länderspieleinsatz wird er aktuell jedenfalls nicht kommen. „David wird sicherlich auch nicht spielen am Dienstag. Das wäre fahrlässig, nicht nur aus unserer Sicht, auch für ihn und Real Madrid. Die haben nun auch wichtige Spiele wie gegen Bayern, aber auch in der Liga. Deswegen werden wir hier nichts riskieren“, so der 67-jährige Deutsche.
Final äußerte sich Rangnick noch einmal zu Laimer und dem Leipziger Schlager: „Bei Konny und Xaver müssen wir schauen, ob sie bis dahin wieder so weit sind, dass sie alles mitmachen können.“
Es scheint also nicht allzu schlimm zu sein beim FCB-Profi. Kompany hatte schon vor der Länderspielpause eine Vereinbarung mit sämtlichen Nationaltrainern angedeutet: Diese würden in dieser kritischen Saisonphase vorsichtig mit den Spielern umgehen, keinem zu viele Spielminuten aufbürden. Gut für den Rekordmeister – und vernünftig auch aus Nationen-Sicht. Denn alle Nationalspieler des FC Bayern sind mit ihren Teams für die WM in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert.

Ich bin froh, dass Rangnick vorsichtig mit Laimer umgeht. Anders als der kanadische Nationaltrainer mit unserem Phonzie…