FC Bayern stolz nach Machtdemonstration in Bergamo: „Besser geht’s fast nicht“

Der FC Bayern zeigt beim 6:1-Kantersieg bei Atalanta Bergamo erneut seine internationale Klasse. Nach der Partie schwankt die Stimmung beim Rekordmeister zwischen Euphorie und Sorge um die Neu-Verletzten.

Beim souveränen 6:1-Auswärtssieg im Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel bei Atalanta Bergamo bestätigte der FC Bayern erneut seinen Ruf als torhungrigste Mannschaft der K.-o.-Spiele in der Wettbewerbsgeschichte. Der BVB-Bezwinger und „Bundesliga-Schreck“ aus Norditalien konnte sogar froh sein, nicht noch höher verloren zu haben. Selbst der in dieser Hinsicht sachlich-nüchterne Vincent Kompany vertrat nach der einseitigen Partie diese Meinung.

Durch Tore von Josip Stanišić, Michael Olise und Serge Gnabry lag der deutsche Rekordmeister bereits Mitte der ersten Halbzeit komfortabel mit 3:0 in Front. Nach der Pause erhöhten die Bayern, die komplett auf den an der Wade verletzten Harry Kane verzichteten, durch Nicolas Jackson, Olise (zum zweiten Mal in Robben-Manier) und Jamal Musiala bis zur 67. Minute auf 6:0.

Das Verletzungspech in der Schlussphase trübte jedoch die ganz große Freude der Münchner über ihre überragende Leistung. Die erst zur Halbzeit eingewechselten Alphonso Davies und Jamal Musiala mussten beide vorzeitig wieder den Platz verlassen. Beim Kanadier, der das Feld mit Tränen in den Augen verließ, scheint erneut seine jüngste Muskelverletzung aufgebrochen zu sein. Der Atalanta-Ehrentreffer zum 1:6 in der Nachspielzeit durch Mario Pašalić fiel bereits in FCB-Unterzahl. Zu allem Überfluss bekam FCB-Keeper Jonas Urbig dabei auch noch ein Knie gegen den Kopf und musste schwer angeschlagen vom Platz geführt werden.

Die FCB-Stimmen

Cheftrainer Vincent Kompany

„Das war die Leistung, die wir uns gewünscht haben. Ich würde sagen, wir hätten vielleicht sogar noch ein oder zwei Tore mehr schießen können. Ich glaube, wir waren das ganze Spiel offensiv sehr gefährlich. Es war eine gute Mischung: mal den Ball einfach in die Füße bekommen, aber auch mal in die Tiefe laufen. Das hat heute wehgetan.

Wir haben Talent und Qualität in der Mannschaft. Es ist einfach, über einen Plan zu sprechen und so weiter. Atalanta hat auch einen Plan. Aber wir haben die Jungs, die das mögen in solchen Spielen. Eins gegen eins ist für sie kein Problem. Wir spielen auch im Training mit ganz hoher Intensität. Deswegen ist es keine Überraschung, wenn wir dann in diesen Spielen gegen so eine Art von Verteidigung die Lösungen finden müssen. Das haben die hervorragend gemacht heute.“

Aleksandar Pavlović

„Besser geht’s fast nicht. Wir hätten am liebsten die Null hinten gehabt, aber es ist ein Top-Ergebnis und ein Top-Spiel. Wir waren einfach von Anfang an da. Wir wussten, was uns erwartet und haben das Spiel überragend angenommen. Eigentlich haben wir nach vorne wie nach hinten alles überragend gemacht heute. Ich glaube, deswegen ist das Ergebnis auch so klar.“

Serge Gnabry

„Also wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden, auswärts so ein Statement gesetzt zu haben. Ich denke, bis auf die ein, zwei Verletzungen, die natürlich dazugekommen sind, war es ein perfekter Abend. Ich meine, wir waren sehr aktiv über das ganze Spiel, haben überall sehr viele Laufwege gemacht und es dem Gegner sehr schwer gemacht, um klar dranzubleiben. Wir wissen, dass noch ein Heimspiel kommt und wollten nichts offenlassen. Dass wir am Ende sechs Tore schießen, hätten wir vielleicht davor auch nicht gedacht bei so einem Gegner. Aber wie gesagt, es war ein sehr gutes Spiel von uns.“

Joshua Kimmich

„Wir haben so fünf Minuten gebraucht, bis wir drin waren. Danach hatten wir dann eine große Chance nach der anderen. Das war ein sehr starker Auftritt heute. Die Art und Weise war schon stark. Wir wussten, dass wir ihnen richtig wehtun können. Wir wussten auch, dass die Stimmung hier top sein wird. Das merkt man jetzt. Ich habe noch nie erlebt, dass ich irgendwo 6:1 gewinne und die Fans ihre Mannschaft danach noch so anpeitschen. Das ist schon bemerkenswert. Das spricht hier für die Fans und für die Stimmung.

Trotzdem war es dann einfach ein gelungener Auftritt von uns. Es ist ja klar, es ist erst mal ein Hinspiel. Wir wussten, dass ein 3:0 zur Halbzeit schon ein ordentliches Ergebnis ist. Trotzdem wollten wir es noch deutlicher machen. Das ist uns gelungen und man hat dann auch ein Gefühl auf dem Platz. Man merkt dann, dass der Gegner nicht mehr viel Gegenwehr zu bieten hat. Wir wechseln dann Spieler ein, die hungrig sind, die Tore machen wollen, die Tore vorbereiten wollen. Das ist das, was wir jetzt in dieser Phase der Saison brauchen.“

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