Während der FC Bayern bislang eine großartige Saison spielt, muss der Dominator der Saison 2023/24, Bayer Leverkusen, derzeit kleinere Brötchen backen. Dennoch kommt von dort eine Kampfansage.
In jüngerer Vergangenheit war Fernando Carro, der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, freundlich ausgedrückt die Reizfigur für die Verantwortlichen und Fans des FC Bayern. Während und nach der Meistersaison des Werksvereins wurden von ihm regelmäßig Provokationen und Gehässigkeiten Richtung Säbener Straße abgeschickt. Bis auf seine verbale Entgleisung gegen Schiedsrichter Tobias Stieler („Blödmann“) war es zuletzt aber auffallend ruhig um ihn.
Vor dem Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern am Samstag befindet sich der Werkself-Boss jedoch offensichtlich wieder im Angriffs-Modus. So kündigt Carro in einem Interview mit der Sport BILD ein Meisterschafts-Comeback seines Vereins in der Fußball-Bundesliga an. Den Zeitpunkt, wann er in Leverkusen nach 2024 die nächste Meisterschale in die Höhe stemmen wird, terminiert der 61-Jährige auf „2028 oder 2029“.
Dass der FC Bayern aktuell nach der Leverkusener Double-Saison 2023/24 wieder so deutlich an der Spitze der Bundesliga steht, gefällt Carro überhaupt nicht: „Es schmerzt mich, dass Bayern die Liga so dominiert. Natürlich verfügen sie über ein dreimal so großes Budget wie wir, aber über die Jahre haben sie auch enorm gute Arbeit geleistet. Trotzdem muss man versuchen, ihnen das Leben schwerzumachen – und genau das ist uns 2024 gelungen“.
Carro „will die Nummer 1 der Welt sein“
Dass der Katalane äußerst ehrgeizig ist, hat er nicht zuletzt im Dezember im Podcast „The Human Side of Leadership“ demonstriert: „Eigentlich will ich die Nummer 1 der Welt sein. Ich weiß ja, dass unsere Ressourcen nicht vergleichbar sind mit denen von Paris, Bayern oder Manchester City. Aber das akzeptiert der Mensch Carro nicht“, so Carro damals. „Wir wollen in den Top 16 in Europa und in den Top 4 in Deutschland sein. Der Mensch Carro will immer die Nummer 1 sein – in Deutschland und in Europa.“
In der laufenden Spielzeit hinkt Leverkusen diesen Ansprüchen hinterher. Zwar steht Bayer im Champions-League-Achtelfinale, trifft dort aber aufgrund einer mäßigen Ligaphase als krasser Außenseiter auf den Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal. In der Bundesliga steht der Werksverein derzeit nur auf Rang 6. Das erklärte Ziel, sich erneut für die Königsklasse zu qualifizieren, ist bei aktuell drei Punkten Rückstand auf Platz 4 (möglicherweise reicht sogar Rang 5) dennoch weiterhin realistisch.
An der Säbener Straße wird man Fernando Carros neuerliche Kampfansage derzeit wohl sehr gelassen zur Kenntnis nehmen.

Wo nimmt er nur seine Träume her? Der wacht bestimmt im Alptraum auf. 😀😃
Der Typ ist tatsächlich „erstaunlich“ 😉