Der frühere Außenverteidiger des FC Bayern Juan Bernat hat nach fast achtmonatiger Vereinslosigkeit einen neuen Klub gefunden. Der 32-Jährige geht in die 2. spanische Liga.
Nach langer Ungewissheit über seine sportliche Zukunft hat Juan Bernat einen neuen Verein gefunden. Der frühere Profi des FC Bayern unterschreibt beim spanischen Zweitligisten SD Eibar einen Vertrag bis zum Saisonende. Außerdem besitzt der mittlerweile fast 33-Jährige eine Option auf eine weitere Spielzeit.
Für den elfmaligen spanischen Nationalspieler (2014-19; ein Tor) ist es das erste Engagement in der 2. Liga seiner Profi-Karriere. Von 2018 bis 2025 stand er bei Paris Saint-Germain unter Vertrag, wurde aber seit 2023 vom amtierenden CL-Sieger regelmäßig verliehen: Benfica Lissabon, FC Villarreal. Zur Rückrunde der letzten Saison wurde er dann vom FC Getafe verpflichtet, wo das Arbeitspapier des Linksverteidigers jedoch bereits im Sommer auslief und nicht verlängert wurde. So war Bernat seit Juli 2025 vereinslos.
Zwischen 2014 und 2018 trug Bernat das Trikot des FC Bayern. In dieser Zeit gewann er vier deutsche Meisterschaften, dreimal den Supercup und einmal den DFB-Pokal. Beim deutschen Rekordmeister wurde er unter Pep Guardiola zum spanischen Nationalspieler. Zahlreiche Verletzungen behinderten die Karriere des ruhigen und zurückhaltenden Außenverteidigers aber immer wieder.
Hoeneß-Wutrede für die Ewigkeit“
Den Fans des FC Bayern bleibt er jedoch weniger als Spieler im Gedächtnis, sondern vielmehr als ein Opfer einer Wutrede des damaligen Präsidenten Uli Hoeneß auf einer Pressekonferenz im Oktober 2018, die der Bayern-Patron zusammen mit CEO Karlheinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidžić einberief, um sich gegen die damals heftige Medienkritik zu wehren. Die Bayern befanden sich unter dem neuen Coach Niko Kovač in einer sportlichen Krise, auch weil nach dem Verkauf von Bernat am Deadline Day der Sommer-Transferperiode nur noch drei Außenverteidiger im Kader standen.
Aufgrund dieses medialen Vorwurfs platzte Hoeneß auf jener denkwürdigen PK der Kragen. Er bezog sich auf das CL-Viertelfinal-Hinspiel im April 2018: „Als wir in Sevilla gespielt haben, war Juan Bernat fast alleine dafür verantwortlich, dass wir aus der Champions League beinahe ausgeschieden sind. Da wurde entschieden, dass er verkauft wird.“ Der Spanier habe damals „einen Scheißdreck“ gespielt, gipfelte der verbale Ausbruch des heutigen Vereins-Ehrenpräsidenten.
Die Hoeneß-Aussagen sorgten damals für riesige Schlagzeilen. Obwohl sich der 74-Jährige später für seine harschen Worte entschuldigte, entwickelte sich „Sündenbock“ Bernat unter den Bayern-Anhängern anschließend sogar zu einem Running Gag, wenn es sportlich im Verein einmal nicht rund lief. Nach seinem Wechsel 2018 für fünf Millionen Euro zu PSG folgten für den Spanier zunächst erfolgreiche Jahre beim französischen Serienmeister, ehe seine Zeit mit Leih- und Kurzzeitstationen begann.
In der vergangenen Saison kam Bernat in Villarreal und Getafe auf insgesamt 24 Einsätze in LaLiga. Mit dem Wechsel zu SD Eibar will der Routinier eine Liga tiefer sportlich noch einmal angreifen.
