Achtung FC Bayern: Die entscheidende Champions-League-Phase startet ab sofort

In der Bundesliga ist dem FC Bayern die Meisterschaft quasi nicht mehr zu nehmen. Auch der Start in die Königsklasse gelang vorzüglich, ab sofort wird es aber so richtig ernst.

Vor dem Auftakt in die Ligaphase der Champions League geben alle Topvereine als erstes großes Ziel eine Platzierung unter den Top-8 der 36 Teilnehmer an. Diese Plätze lassen die anstrengende Zwischenrunde für die Achtelfinal-Qualifikation vermeiden. In der Vorsaison quälte sich beispielsweise der deutsche Rekordmeister als Tabellen-Zwölfter gegen Celtic Glasgow (2:1, 1:1) durch diese, später trugen diese zusätzlichen Spielminuten wahrscheinlich auch zu der bitteren Verletzungsmisere beim FC Bayern in der Endphase der Spielzeit bei.

In der bisherigen FCB-Rekordsaison 2025/26 sieht es aber auch in der Königsklasse wesentlich besser aus: Rang 2 nach sechs Spielen mit 15 Punkten und 18:7 Toren. Die perfekte Platzierung für den weiteren Wettbewerbsverlauf. Platz 1 scheint mit Blick auf die restlichen zwei Partien bereits an den FC Arsenal (18 Punkte, 17:1 Tore) vergeben zu sein, was aufgrund des Wettbewerbs- und Auslosungs-Modus aber keine Rolle spielt.

Wahrscheinlich würde Vincent Kompanys Team schon ein einziger Punkt aus den beiden Partien gegen Union Saint-Gilloise und bei der PSV Eindhoven für die ersten acht Plätze genügen, aber das kann nicht der Anspruch der Bayern sein. Zudem haben zwar 2024/25 16 Punkte für den achten Platz genügt, dieses Mal könnte es jedoch ganz knapp – über das Torverhältnis – nicht reichen.

Platz 2 in der Abschlusstabelle der CL-Ligaphase muss das Bayern-Ziel sein

Für eine perfekte Ausgangssituation in die K.o.-Phase des Wettbewerbs sind die ersten beiden Plätze nach der Ligaphase Grundvoraussetzung, wenn sich die Topteams einigermaßen „normal“ einreihen. Ausgerechnet bei der Premiere dieses neuen Modus machte da der spätere Sieger Paris Saint-Germain die Ausnahme. Lange Zeit hatte es nach einem sensationell frühen Ausscheiden des französischen Serienmeisters ausgesehen, dann mogelte er sich auf dem letzten Drücker in die Zwischenrunde, überstand diese souverän, traf dann im Achtelfinale aufgrund der schlechten Gruppenplatzierung auf den Liga-Gewinner FC Liverpool.

Nur weil der spätere englische Meister aus der Beatles-Stadt hochdramatisch im Elfmeterschießen den Kürzeren zog, trafen im CL-Halbfinale neben dem FC Barcelona, Arsenal und Inter Mailand nicht die vier Erstplatzierten der Ligaphase aufeinander.

Aus FCB-Perspektive würden zwei Siege den zweiten Platz auf alle Fälle absichern, wobei das Auswärtsspiel beim souveränen niederländischen Tabellenführer in Eindhoven eine ganz heiße Kiste sein kann. Ein Sieg und ein Unentschieden könnten dafür auch genügen, wenn nicht PSG oder Manchester City mit zwei Erfolgen über das bessere Torverhältnis in der Tabelle vorbeiziehen können. Dass dafür sogar nur ein Sieg (drei Punkte) reicht, ist eher unwahrscheinlich.

Bei der einzigen weiteren CL-Auslosung Ende nächster Woche (wegen der Setzliste) haben die beiden Tabellen-Ersten dieselben Voraussetzungen: Im Achtelfinale würde man auf einen Verein treffen, der in der Abschlusstabelle zwischen 15 und 18 platziert ist, im Viertelfinale wahrscheinlich auf den Tabellen-Siebten oder -Achten und im Halbfinale auf den Dritten oder Vierten (oder schlechter). Auf den FC Arsenal könnten die Bayern frühestens im Endspiel treffen.

Mit der Kenntnis um diese Aussichten müssen die Bayern gegen den belgischen und den niederländischen Meister voll auf Sieg spielen. Gelingt dies, ist es unter normalen Umständen – eine „Fall PSG“ ist nicht in Sicht – zumindest eine optimale Ausgangslage, um am zum Saisonfinale zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte den begehrten Henkelpott in die Höhe stemmen zu können.

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