Das Aus von Xabi Alonso bei Real Madrid sorgt auch in München für großes Staunen. Sportdirektor Freund betont dabei die stabile Situation beim FC Bayern.
Die Entlassung der Vereinslegende Xabi Alonso bei Real Madrid sorgt in der gesamten Fußballwelt und auch beim FC Bayern für Kopfschütteln. Nur knapp sieben Monate nach seinem Amtsantritt ist das Kapitel des ehemaligen Leverkusener Erfolgstrainers bei den Königlichen schon wieder Geschichte.
Auch an der Säbener Straße beobachtet man das Geschehen in Madrid sehr aufmerksam. FCB-Sportdirektor Christoph Freund äußerte sich nun dazu im Sky-Interview: „Ich war sehr überrascht“, so der 48-Jährige mit Blick auf die Trennung nach dem verlorenen Supercopa-Finale gegen den FC Barcelona (2:3). Für Freund ist der Schritt wenig nachvollziehbar, zumindest aus sportlicher Perspektive.
Der Österreicher verwies dabei nicht zuletzt auf Alonsos erfolgreiche Zeit in der Bundesliga. „Wir kennen Xabi ja aus Leverkusen, er hat überragende Arbeit geleistet – auch wie die Mannschaft Fußball gespielt hat und welche Mentalität sie hatte. Er ist für mich ein außergewöhnlich guter Trainer“. Diese Fähigkeiten waren im März 2024 nicht zuletzt der Grund für das große Interesse des Rekordmeisters am Basken, der 2017 nach drei Jahren seine aktive Laufbahn beim FCB beendet hatte, gewesen.
Allerdings betont der Bayern-Boss auch, dass ihm der tiefe Einblick in die internen Abläufe bei Real Madrid fehlt: „Ich habe jetzt nicht den Einblick, was in Madrid alles passiert, aber es ist schon etwas verrückt nach so kurzer Zeit. Mir steht es aber nicht zu, das zu beurteilen. Ich kann nur beurteilen, wie ich Xabi Alonso kenne. Und er ist ein richtig guter Trainer.“
Anders als in Madrid: Der FC Bayern setzt auf eine positive Atmosphäre
Nur ca. sieben Monate dauerte Alonsos Amtszeit bei den Königlichen. Bereits seit November stieg der Druck auf den früheren Weltklasse-Spieler regelmäßig immer weiter an, zahlreiche kritische Stimmen begleiteten seine Arbeit über Wochen. Nun folgt mit Álvaro Arbeloa ein neuer Trainer, der zuletzt die zweite Mannschaft von Real Madrid betreut hatte.
Ganz anders ist die Lage aktuell beim deutschen Rekordmeister. Es herrscht eine außergewöhnliche sportliche Stabilität, Vincent Kompany ist mit seinem Team in allen Wettbewerben auf Kurs. Beim FC Bayern, so Freund, passt aktuell vieles zusammen. „Die Chemie, die Atmosphäre und die Energie in der Kabine und im ganzen Haus ist wirklich sehr, sehr gut“, betont er höchst zufrieden. Diese Faktoren seien eine entscheidende Grundlage für die starken Leistungen auf dem Platz.
Der Sportdirektor ist dabei überzeugt, dass diese positive Grundstimmung auch nach außen sichtbar ist: „Das spüren auch die Leute, wenn man der Mannschaft zusieht. Das ist für mich ein ausschlaggebender Punkt, dass das hier aktuell richtig gut funktioniert“, erklärte Freund weiter. Der FC Bayern profitiert derzeit nicht nur von sportlicher Qualität, sondern auch von einem funktionierenden Innenleben. „Man kommt gerne hierher, trifft sich, verbringt Zeit miteinander. Es macht aktuell einfach richtig Spaß beim FC Bayern zu sein.“
