Erfolgreichster aktueller BL-Torschütze: Bayern das einzige, was er bereut

Andrej Kramarić ist eine Legende der TSG Hoffenheim. In einem Interview verrät der kroatische Nationalspieler nun, dass er eine einzige Karriereentscheidung „vielleicht“ bereut.

Seit 2016 spielt der 112-fache kroatische Nationalspieler Andrej Kramarić für die TSG Hoffenheim, ist bei den Kraichgauern wettbewerbsübergreifend mit großem Abstand Rekordtorschütze (147 Tore; vor Sejad Salihović mit 67 Toren). Dabei hätte auch alles ganz anders kommen können, wie der 34-Jährige nun in einem Interview mit dem kicker verrät. Denn fast wäre er für den FC Bayern auf Titel- und Torjagd gegangen.

Dazu die heutige Hoffenheim-Legende: „Im Nachhinein ist das der einzige Verein, von dem ich sage, vielleicht hätte ich das machen sollen,“ und ergänzt: „Aber wir werden nie wissen, wie das ausgegangen wäre. Das war zur Zeit von Robert Lewandowski, Thomas Müller und all den anderen, da war klar, dass ich nicht so viel gespielt hätte wie hier.“

Finanziell hätte es sich für ihn offensichtlich sehr gelohnt hätte. Der Kroate: „Das ist das einzige, was ich vielleicht bereue, alles andere hat mich nicht extrem gereizt. Deshalb bin ich immer noch da.“

Sehr erfolgreiche Karriere auch ohne Titel

Kramarić kam aus der Jugend von Dinamo Zagreb, ist dort auch Profi geworden. Nach weiteren Stationen in Kroatien zog es ihn 2015 für ein Jahr zu Leicester City, ehe er 2016 für 11 Millionen Euro zur TSG Hoffenheim in die Bundesliga wechselte. Seitdem bestritt er 342 Spiele für den Verein, erzielte 147 Tore und gab 71 Assists. Die großen Titel, die in München fast schon zwangsläufig sind, gewann er mit den Kraichgauern nicht, Höhepunkt war unter Trainer Julian Nagelsmann die Qualifikation für die CL-Saison 2018/19. In seiner ersten BL-Spielzeit wurde er zum Spieler der Saison gekürt.

Außerdem ist der 34-Jährige aktuell tatsächlich der in der Bundesliga aktive Spieler mit den meisten Toren: 127 Treffer stehen insgesamt in seiner zehnten Saison im deutschen Fußball-Oberhaus auf seinem Konto. Dahinter folgen Timo Werner (102), Serge Gnabry (95, davon 74 für den FC Bayern) und dann schon Harry Kane, der in seinen ersten 79 Einsätzen bereits auf stattliche 82 Tore gekommen ist.

Der Vertrag des Vize-Weltmeister von 2018 läuft noch bis zum Sommer. Dazu meint er: „Ich habe schon gesagt, ich spiele auch noch fünf Jahre länger.“ In Hoffenheim? „Wenn es in meiner Macht läge, würde ich sofort unterschreiben.“ Und danach? „Ich hoffe, eines Tages Trainer zu werden, gerne in Hoffenheim.“

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