Hammer: Real Madrid und Ex-Bayern-Wunschtrainer Alonso trennen sich

Vor zwei Jahren war Xabi Alonso der große Wunschtrainer des FC Bayern. Der Baske wartete jedoch lieber auf ein Engagement in Madrid, wo er nun nach lediglich sieben Monaten gehen muss.

Am Montagabend, dem Tag nach der 2:3-Niederlage im Finale der Supercopa gegen den FC Barcelona, gab Real Madrid offiziell bekannt, „dass der Verein und Xabi Alonso einvernehmlich beschlossen haben, seine Tätigkeit als Trainer der ersten Mannschaft zu beenden.“

Im Juni, pünktlich zur Klub-Weltmeisterschaft in den USA, hatte Xabi Alonso nach zweieinhalb erfolgreichen Jahren bei Bayer Leverkusen seine Arbeit bei Real Madrid begonnen. Beim Turnier war dann im Halbfinale nach einem 0:4-Debakel gegen Paris Saint-Germain Schluss, anschließend legten die Königlichen jedoch einen starken Saisonstart hin, gewannen die ersten sieben Pflichtspiele. Einen ersten herben Dämpfer gab es bei der 2:5-Niederlage beim Stadtrivalen Atlético Madrid am 7. Spieltag von LaLiga, Real fing sich aber zumindest ergebnistechnisch wieder.

Im November folgte eine Ergebniskrise. Nach lediglich neun Punkten aus sieben Liga-Spielen wurde das Champions-League-Heimspiel gegen Manchester City bereits als Endspiel für Alonso ausgerufen. Dieses verlor Madrid mit 1:2, allerdings hielt die Art des Auftreten der Mannschaft Vereinsbosse zu dem Zeitpunkt noch von einer Trennung ab. Weil seitdem trotz ordentlicher Ergebnisse aber keine sichtbare Besserung eintrat, ist das Aus nun offiziell.

Frust über ideenloses Spiel in Madrid

In den zurückliegenden Wochen und Monaten ist Xabi Alonsos zunächst erkennbare Handschrift im oft ideenlosen Madrilenischen Spiel kaum noch erkennbar gewesen. Dass einige Spieler zudem wiederholt die Intensität vermissen ließen, die Xabi Alonso für seine Spielphilosophie einfordert, lag auch am schwierigen Verhältnis zu mehreren Starspielern wie Vinicius Junior – erst im nun verlorenen Clásico beendete der Brasilianer seine beachtliche Flaute von 18 Spielen ohne Tor.

So ist das königliche Kapitel des früheren Bayern-Spielers ohne einen spielerischen Umschwung, den sich die Vereinsführung nach der schwachen letzten Saison unter Vorgänger Carlo Ancelotti erhofft hatte, nun bereits nach knapp sieben Monaten beendet. „Xabi Alonso wird immer die Zuneigung und Bewunderung aller Madridistas genießen, denn er ist eine Legende von Real Madrid und hat stets die Werte unseres Vereins vertreten. Real Madrid wird immer sein Zuhause sein“, schreiben die Königlichen nun auf ihrer Homepage.

Xabi-Nachfolger Arbeloa, FCB mittlerweile glücklich mit „Traumtrainer“

Einen Nachfolger hat Madrid auch schon präsentiert, wieder ist es ein Ex-Spieler. Álvaro Arbeloa, seit Juni 2025 Trainer von Reals zweiter Mannschaft Castilla, wird den Posten von Xabi Alonso übernehmen. Nach seiner aktiven Karriere als Spieler, in der er 238-mal für Real auflief, startete Arbeloa seine Trainerkarriere 2020 in der Nachwuchsabteilung Reals. Dort hat er sämtliche Stationen durchlaufen, nun ist der 42-Jährige ganz oben angekommen.

Nach seinem höchst erfolgreichen Engagement in Leverkusen, bei dem er die elfjährige Bundesliga-Dominanz des FC Bayern mit der Rekordsaison 2023/24 beendete, ist Xabi Alonso nun überraschend schnell zum ersten Mal in seiner bislang kometenhaften Trainerkarriere gescheitert. Der deutsche Rekordmeister hätte seinen Ex-Spieler (2014-17), nachdem festgestanden war, dass Thomas Tuchel den Verein zum Saisonende verlassen wird, gerne ab der Spielzeit 2024/25 verpflichtet. Alonso verlängerte stattdessen beim Werksverein, ging ein Jahr später jedoch zu seinem „Traumverein“ in die spanische Hauptstadt, als ihm die Gelegenheit geboten wurde. Mittlerweile hat man an der Säbener Straße mit Vincent Kompany den eigenen „Traumtrainer“ gefunden.

Ein Kommentar zu “Hammer: Real Madrid und Ex-Bayern-Wunschtrainer Alonso trennen sich

  1. Zuerst war ich sehr enttäuscht, als Xabi 2024 dem FCB abgesagt hat, jetzt bin ich aber heilfroh, dass er nicht gekommen ist, weil Vincent für mich mittlerweile sowieso der bessere Coach ist …
    PS: Ein klein bisschen Schadenfreude … 😉

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