Perfekter FC-Bayern-Jahresauftakt gegen Lieblingsgegner Wolfsburg?

Zum ersten Pflichtspiel 2026 empfängt der FC Bayern in der heimischen Arena seinen Bundesliga-Lieblingsgegner VfL Wolfsburg. Vincent Kompany warnt dennoch.

Den FC Bayern und seine Fans erwarten zum Pflichtspielauftakt im Kalenderjahr 2026 gegen den VfL Wolfsburg am frühen Sonntagabend sehr frostige Bedingungen in der Allianz Arena. Dennoch will der Rekordmeister den Schwung aus der hervorragenden ersten Saisonhälfte mitnehmen und mit einem Sieg in die intensive Phase mit sieben Partien in 21 Tagen zu starten. Schaut man sich die Bundesliga-Statistiken zwischen den Kontrahenten an, scheint die Aufgabe absolut lösbar zu sein.

Kein aktueller Gegner im deutschen Fußball-Oberhaus hat eine schlechtere Bilanz gegen den souveränen Tabellenführer als die Wolfsburger: Von bislang 56 BL-Spielen konnte die Mannschaft aus der VW-Stadt lediglich vier gewinnen, sieben endeten unentschieden, 45 wurden verloren – und dies bei einem niederschmetternden Torverhältnis von 49:142. Durchschnittlich holte der VfL gegen Bayern kümmerlich 0,34 Punkte pro Spiel, die Münchner dagegen 2,54 – Negativrekord für Wolfsburg, Bestwert für den FCB, was die aktuellen 17 BL-Kontrahenten betrifft.

In München sieht die Bilanz für Wolfsburg noch düsterer aus: Keine der 28 Partien konnte gewonnen werden, lediglich zwei Remis (2001 und 2017) konnten als Erfolgserlebnis mitgenommen werden. Das bittere Torverhältnis aus Sicht der Niedersachsen: 18:80.

Kompany warnt: „Offensiv eine sehr gute Mannschaft“

FCB-Cheftrainer Vincent Kompany warnte auf der Spieltags-PK dennoch vor dem kommenden Gegner. „Es ist kein ungefährliches Spiel. Man muss auf die Stärken vorbereitet sein. Wenn sie eine Chance bekommen, machen sie Tore“, so der 39-Jährige. Aber natürlich geht es laut Kompany vor allem auch um die eigenen Stärken, die seine Mannschaft in der laufenden Saison insbesondere vor heimischer Kulisse schon mehrfach eindrucksvoll gezeigt hat: „Ich möchte sehen, dass wir unser Spiel durchpushen“.

Mit 15 Punkten schloss das Team aus der Autostadt das Jahr 2025 auf Tabellenplatz 14 ab. Im neuen Jahr wollen die Wolfsburger, deren Saisonziel eigentlich das Erreichen der internationalen Plätze gewesen war, möglichst schnell Punkte sammeln, um die untere Tabellenregion zu verlassen. „Die Stärken von Wolfsburg sind deutlich, sie sind offensiv eine sehr gute Mannschaft, die auch Tore macht. Sie sind immer torgefährlich, in den letzten Spielen nochmal mehr“, so Kompany über den VfL.

Werksverein – wirklich eine „graue Maus“?

Obwohl der VfL Wolfsburg neben dem FC Bayern (19 Mal) zu den lediglich fünf anderen Vereinen zählt, die in diesem Jahrtausend eine Bundesliga-Meisterschaft feiern konnten (Saison 2008/09), gilt der Werksverein als sog. „graue Maus“. Auch die meisten Partien des Rekordmeisters gegen die „Wölfe“ haben wenig Erinnerungswert.

Dabei gibt es natürlich auch wenige Ausnahmen: Die „Einstands-Party“ von Robbery am 29. August 2009 (3:0), Robert Lewandowskis unglaublicher Fünferpack am 22. September 2015 – aber auch das schmerzhafte 1:5 am 4. April 2009 in der Wolfsburger Meistersaison. In jener Spielzeit war sogar auch das FCB-Heimspiel spektakulär: Jürgen Klinsmanns Team drehte am 25. Oktober 2008 einen 0:2-Rückstand noch in einem 4:2-Sieg um.

„Graue Maus“ oder nicht: Der VfL ist aktuell der Bundesliga-Verein mit der viertlängsten ununterbrochenen Ligazugehörigkeit, nämlich seit 1997. Nur der FC Bayern (seit 1965), Borussia Dortmund (1976) und Bayer Leverkusen (1979) befinden sich länger – ohne zwischenzeitlichen Abstieg – im Fußball-Oberhaus.

Interessant: Aktuell sind acht der 18 Bundesligisten noch nie abgestiegen: Neben Bayern, Wolfsburg und Leverkusen auch noch die TSG Hoffenheim, der FC Augsburg, RB Leipzig, Union Berlin und der 1. FC Heidenheim.


Titelbild: „Sommerkick“ zwischen FCB und Wolfsburg im August 2022, heute wird´s etwas frostiger.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Bayern Total

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen