FC-Bayern-Torjäger: Was Kane im Vergleich zu Legende Müller laut Hoeneß noch fehlt

FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist voll des Lobes für Harry Kane, beim Vergleich mit seinem früheren Teamkollegen Gerd Müller sieht er ihn aber noch im Nachteil.

Auf einer Veranstaltung zum Thema Demenz im Museum des FC Bayern in der Allianz Arena war der langjährige Manager, Präsident und heutige Ehrenpräsident des Rekordmeisters, Uli Hoeneß, wieder einmal in Plauderstimmung. Ein Hauptthema war dabei Torjäger Harry Kane, den er mittlerweile sogar fast auf eine Stufe mit Legende Gerd Müller stellt.

„Wir hatten natürlich ganz große Stürmer mit Gerd Müller und mit Giovane Élber und dann natürlich auch mit Robert Lewandowski, aber Harry Kane ist absolut ebenbürtig. Ich würde da jetzt keine großen Unterschiede machen“. Eine kleine Einschränkung nahm der 73-Jährige dann aber doch vor: Der „Bomber der Nation“ Müller würde „vielleicht noch ein bisschen mehr“ herausstechen, „weil er ja auch Weltmeister wurde und unglaublich viele Titel gewonnen hat“.

Gerd Müller mit kompletter Titelsammlung, Harry Kane muss noch nachziehen

Hoeneß selbst wurde zusammen mit dem wohl größten deutschen Stürmer aller Zeiten 1972 Europameister, 1974 Weltmeister, dreimal Europapokalsieger der Landesmeister (1974-76) und Weltpokalsieger (1976). Al 21-Jähriger gewann Müller bereits den Europapokal der Pokalsieger. Kane dagegen wartet 32-jährig immer noch auf seinen ersten großen internationalen Titel. Dreimal war er sehr nah dran, verlor jedoch mit Tottenham Hotspur 2019 das CL-Finale und 2021 und 2024 die EURO-Endspiele mit England.

Die Deutsche Meisterschaft mit dem FC Bayern 2025 war sein erster großer Mannschaftstitel, im Sommer folgte noch der Franz-Beckenbauer-Supercup. In bislang 113 Pflichtspielen für den Rekordmeister erzielte der Kapitän der Three Lions jedoch bereits sagenhafte 108 Tore, in diesem Jahrtausend schoss kein Topstürmer in den Topligen früher als der Engländer die ersten 100 Pflichtspieltore. Selbst Messi, Cristiano Ronaldo und Lewandowski benötigten mehr Partien als Kane (104). In dieser Saison ist sein Toreschnitt sogar noch einmal höher: 23 in nur 17 Spielen.

Kein Wunder, dass Hoeneß voll des Lobes für den Torjäger ist: „Was Harry Kane seit Monaten oder fast ein, zwei Jahren jetzt hier produziert, das ist allererste Sahne. Und was mir bei ihm am besten gefällt: Am Anfang war er ein Torjäger, der in seiner Box gespielt hat, der gewartet hat, bis die Bälle gekommen sind. Aber er ist heute längst ein Spielmacher, er ist ein Vollstrecker und vor allen Dingen ist er eine Spielerpersönlichkeit, die auf dem Platz die anderen mitreißt, die die Richtung vorgibt. Und das ist ja genau das, was wir gesucht haben“, so Hoeneß begeistert.

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