Der 17-jährige Lennart Karl erlebt derzeit beim FC Bayern einen riesigen Hype. Ein derartiger wird jedoch nicht selten von Gerüchten und Spekulationen begleitet.
U17-Nationalspieler Lennart Karl gehört mittlerweile fix zum Profikader von Vincent Kompany. Zuletzt begeisterte er die Bayernfans mit zwei Traumtoren. Am vergangenen Wochenende kurz nach seiner Einwechslung im Bundesliga-Spiel bei Borussia Mönchengladbach: Eine Tempoverschärfung in die Mitte, gefolgt von einem kraftvollen präzisen Abschluss mit der Innenseite ins obere linke Toreck – das nur drei Tage, nachdem er bei seinem Champions-League-Startelf-Debüt gegen den Club Brügge mit einem vergleichbaren Treffer und viel Spielwitz überzeugt hatte.
Der ehemalige FCB-Campus-Spieler, der mit 14 Jahren zum deutschen Rekordmeister wechselte, ist mit einem Marktwert von 20 Millionen Euro aktuell weltweit der teuerste Spieler des Jahrgangs 2008. Nach Jamal Musiala, Josip Stanišić und Aleksandar Pavlović ist Karl das vierte Talent, das in den letzten Jahren aus dem Jugendleistungszentrum im Münchner Norden in den Profikader des Rekordmeisters aufstieg.
Keine Ausstiegsklausel in Lennart Karls Kontrakt
Aber: Wo Hype, da auch Gerüchte: Nahezu der gesamte europäische Fußballadel soll derzeit Karls Entwicklung mit größtem Interesse beobachten. Dieser hatte Anfang August – gemeinsam mit Wisdom Mike – einen Vertrag bis 2028 beim FC Bayern unterschrieben. Dazu tauchten jüngst Gerüchte über eine mögliche Ausstiegsklausel auf.
Diese Spekulationen sind jedoch laut Tobias Altschäffl falsch, wie er nun im BILD-Podcast Bayern Insider klarstellt: „Nein, er hat keine Ausstiegsklausel. Es können alle Bayern-Fans beruhigt sein. Denn es gibt Interessenten aus England beispielsweise. Manchester City, Arsenal haben den Weg von Lennart Karl betrachtet, der macht es gut, hat super Abschlussqualitäten“. Karl würde als trickreicher Flügelspieler perfekt in das Profil der beiden Premier-League-Topteams passen. Zudem berichtete zuletzt das spanische Portal Defensa Central, dass Real Madrid das FCB-Toptalent als „Transfer für die Zukunft“ auserkoren haben soll.
Die Bayern können jedoch – wenig überraschend – vorerst ganz entspannt bleiben. Altschäffl weiter: „Es ist bei ihm so: der Vertrag wird umgewandelt. Wenn er dann im Februar 18 wird, ist der Vertrag bis 2029 gültig. Er wird dann mehr verdienen – und wenn er so weiterspielt wie zuletzt, wird da auch noch mal nachverhandelt, dann könnte er noch ein bisschen mehr bekommen. Aber keine Ausstiegsklausel.“ Es gibt andere Berichte, nach welchen sich der aktuelle „Jugend-Kontrakt“ von Karl an seinem Geburtstag am 22. Februar sogar automatisch bis 2030 verlängern soll.
Karl selbst plant aber ohnehin keineswegs zu wechseln. Vielmehr ist es sein erklärtes Ziel, sich beim Rekordmeister durchsetzen und Stammspieler bei Kompany zu werden. Läuft seine Entwicklung so weiter wie zuletzt, dann könnte er dieses Vorhaben schon ziemlich bald schaffen.
