Fußball-Europa staunt: Der FC Bayern bricht Rekord um Rekord, grüßt in Bundesliga und Champions League von der Tabellenspitze. Der Sieg in der Königsklasse wird den Münchnern aber nicht zugetraut.
Wenn es derzeit um die Performance des FC Bayern geht, wird fast ausschließlich in Superlativen geschwärmt: „Formstärkste Mannschaft Europas“ (Matthias Sammer), „die Ausnahmemannschaft in Europa“ (Lothar Matthäus) und nicht wenige eigene Fans jubeln über die „beste Mannschaft der Welt“. Während Experten und Anhänger den deutschen Rekordmeister aktuell auf der europäischen Top-Position wähnen, scheinen die Sportwettanbieter diese Entwicklung zu ignorieren oder möglicherweise die kritische englische Sicht auf den deutschen Rekordmeister zu teilen.
Seit vielen Jahren bieten diese die Wette „Wer gewinnt die laufende Champions League?“ an. Während der FC Barcelona, Titelverteidiger Paris Saint-Germain und der englische Champion aus Liverpool von Beginn an als Topfavoriten auf den Königsklassen-Triumph gehandelt wurden, konnte sich der FC Bayern zum Saisonstart gerade noch in den Top-10 platzieren.
Trotz Rekordstart: FC Bayern bleibt Außenseiter in der Königsklasse
Durch die Rekordserie von zehn Pflichtspielsiegen sind die Münchner mittlerweile zwar bei den Sportwetten-Anbietern im Ansehen geklettert, ein absolutes Topabschneiden wird ihnen aber immer noch nicht zugetraut. Der sechsfache Champions League Gewinner liegt im Durchschnitt gerade einmal auf Rang 6. Eindeutig vor dem Münchner FCB sind Barcelona (Quoten von 6,50 bis 7,00), PSG, der FC Arsenal und der FC Liverpool platziert. Die Bayern befinden sich als Sechstplatzierter mit CL-Sieger-Quoten zwischen 8,90 und 11,00 zwischen Rekordsieger Real Madrid und Manchester City. Etwas überraschend.
Blättert man allerdings in der CL-Geschichte etwas zurück, bleibt in Erinnerung, dass der FC Bayern unter Startrainer Guardiola drei Jahre in Folge (2014-2016) bei den Wettanbietern lange Zeit in der jeweiligen Spielzeit Topfavorit auf den Henkelpott-Gewinn waren, um dann jeweils aus unterschiedlichen Gründen im Halbfinale zu scheitern. Dagegen galten die Heynckes- und Flick-Triple-Bayern 2013 und 2020 sehr lange nicht als Favorit auf die begehrteste Trophäe im europäischen Vereinsfußball. Ein gutes Omen?
