SGE-Sportvorstand Markus Krösche wird für seine gute Arbeit in Frankfurt hochgelobt und mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht. Nun äußert er sich selbst zu den Gerüchten.
In den vergangenen Wochen kursierten immer wieder Gerüchte, dass der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, Markus Krösche, ein Kandidat für diesen Posten beim FC Bayern sein soll. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung äußerte sich der 44-Jährige zu diesen Meldungen.
Sein Kollege in München, Max Eberl, steht seit einiger Zeit wiederholt im Fokus medialer Kritik, gefolgt von den Gerüchten, dass man an der Säbener Straße Interesse an Markus Krösche als seinem potentiellen Nachfolger hätte. Denn der frühere Paderborner Spieler leistet in Frankfurt nachweislich hervorragende Arbeit. Die jahrzehntelang als launisch geltende Eintracht hat sich in der vergangenen Saison zum ersten Mal über die Bundesliga für die Champions League qualifiziert. Und dies, obwohl man einige hochkarätige Spieler ziehen lassen musste, die jedoch wiederum hohe Ablösesummen in die Frankfurter Kassen gespült haben.
Krösches gesamte Konzentration gilt seinem Job in Frankfurt
Derartige Gerüchte stellen in der (medialen) Fußballwelt definitiv nichts Außergewöhnliches dar. Der 44-Jährige hat diese natürlich auch „natürlich“ mitbekommen, schenkt ihnen aber wenig Aufmerksamkeit: „Aber damit beschäftige ich mich nicht. Ich habe genug zu tun bei Eintracht Frankfurt und keine Kapazitäten für andere Themen,“ so Krösche im SZ-Interview.
Der SGE-Sportboss will sich aber keineswegs auf seinen Erfolgen ausruhen, blickt auch schon nach vorne in seinem „fünften Jahr bei der Eintracht, ich fühle mich wohl hier, wir haben eine sehr erfolgreiche Zeit hinter uns, aber auch eine spannende Zeit vor uns.. Wir haben eine super interessante Mannschaft, die Eintracht ist ein super Klub. Von daher stellt sich die Frage nicht.“
SGE-Sportboss will nicht nur „bester Verkäufer“ sein
Das größte Lob heimste Krösche bislang dafür ein, Spieler für geringe Ablösesummen zu kaufen, um sie dann wenig später für ein Vielfaches vor allem in die Premier League zu veräußern. Das soll sich laut dem SGE-Manager aber ändern: „Aber ich definiere meinen Job nicht damit, der beste Verkäufer zu werden. Mein Auftrag ist, mit Eintracht Frankfurt sportlichen Erfolg zu haben, regelmäßig international zu spielen. Wenn sich als Nebeneffekt Spieler bei uns entwickeln und die Aufmerksamkeit von größeren Klubs wecken, ist das super.“
Kein bekanntes Interesse an Krösche aus München
Die Tätigkeiten von Krösche werden zukünftig sicherlich weiterhin auch an der Säbener Straße beobachtet werden. Das dürfte aber weniger daran liegen, dass man beim Rekordmeister nicht mit der Arbeit des aktuellen Sportvorstands Max Eberl zufrieden ist – wie der anerkennende Handschlag von Uli Hoeneß während der Partie gegen RB Leipzig (6:0) eindrucksvoll demonstrierte, sondern in der Tatsache, dass Frankfurt einer der wenigen Konkurrenten des FC Bayern im Kampf um die deutsche Meisterschaft sein könnte. Früh in der Saison grüßen beide Vereine von der Tabellenspitze.
Titelbild: Krösche im Zweikampf mit dem 19-jährigen Thomas Müller im Drittliga-Spiel FC Bayern Amateure gegen Paderborn im April 2009 im Grünwalder Stadion. Die Bayern-„Bubis“ gewannen mit 2:1 (Torschütze u.a. Müller), Paderborn stieg in die 2. BL auf. Ich war damals speziell wegen der späteren FCB-Legende in der HGK.
