Sonderlob für Supertalent Lennart Karl von FCB-Führungsspieler

Beim begeisternden 6:0-Kantersieg des FC Bayern über RB Leipzig konnte auch der 17-jährige Lennart Karl glänzen. Dafür bekam er nach der Partie sehr viel Lob.

Lennart Karl durfte beim Bundesligasaison-Eröffnungsspiel des FC Bayern gegen RB Leipzig eine halbe Stunde lang zeigen, was er kann, und beeindruckte mit Spielfreude, Leichtigkeit und frechen Dribblings. Diese Leistung basiert nicht zuletzt auf harter Arbeit, für die sich der Youngster ein dickes Lob von FCB-Führungsspieler Joshua Kimmich einhandelte.

Lennart Karl rechtfertigt das Vertrauen in ihn

Nachdem Chefcoach Vincent Kompany nach der Supercup-Partie beim VfB Stuttgart noch kritisiert worden war, das 17-jährige Supertalent zu spät eingewechselt zu haben, schenkte er dem wohl derzeit größten Talent des Rekordmeisters zum Bundesligaauftakt gegen RB Leipzig deutlich mehr Einsatzminuten – und Karl, der für Serge Gnabry ins Spiel kam, dankte es ihm mit einem richtig guten Auftritt. Der 17-Jährige wirbelte völlig unbekümmert durch die Leipziger Abwehrreihen, glänzte mit seiner überragenden Technik sorgte wiederholt für Torgefahr.

Sonderlob von Kimmich für Karl & Co.

Joshua Kimmich lobte nach dem gelungenen Auftritt speziell die Einstellung des Toptalents: „Es ist die Belohnung für das, was er jeden Tag im Training macht“, so der 30-Jährige. Doch Lennart Karl ist nicht der einzige Nachwuchskicker, der aktuell im Profi-Kader der Bayern beeindruckt. Dazu Kimmich: „Nicht nur er, auch die anderen Jungs geben jeden Tag Vollgas im Training. Ich muss sagen, das habe ich auch lange Jahre anders erlebt bei Bayern, wenn junge Spieler gekommen sind, aber jetzt sind da wirklich Jungs am Start, die Vollgas geben und merken, dass auch wir älteren Spieler in jedem Training Vollgas geben müssen, weil es Prinzipien gibt“.

Auch der 18-jährige Schwede Jonah Kusi-Asare durfte gegen Leipzig noch ran, er wurde spät für Harry Kane eingewechselt. „Dass alle talentiert sind, ist klar, wenn man mit 16, 17 bei Bayern bei den Profis dabei ist, aber am Ende ist auch das Herz und der Kopf entscheidend“, so Kimmich.

Supertalent demütig: „Ich muss es mir hart erarbeiten.“

Lennart Karl selbst freute sich wahnsinnig über sein Bundesliga-Debüt und gab nach Abpfiff zu verstehen: „Es macht einfach riesigen Spaß mit den Jungs!“ Diese Kombination aus großer Spielfreude und richtiger Einstellung hilft dem 17-Jährigen, im Münchner Starensemble immer besser Fuß zu fassen: „Ich lerne so viel und bin sehr glücklich, dass der Trainer auf mich setzt. Ich will einfach weitermachen, vorangehen, die Mannschaft mit zur Meisterschaft führen“, so Karl, der bestens weiß, um was es an der Säbener Straße geht: „Es ist Bayern München, einer der größten Klubs der Welt – ich muss es mir hart erarbeiten.“

Kompanys „Nachwuchsstrategie“ letztendlich doch die richtige?

Sowohl Kimmichs als auch Karls Äußerungen gewinnen aufgrund der großen Kritik der jüngeren Vergangenheit an der Nachwuchsarbeit beim FC Bayern enorm an Gewicht. Vincent Kompany hat stets betont, dass er die Talente behutsam an den Profikader heranführen möchte, sie keineswegs verheizen möchte. Dafür musste er öffentlich sehr viel Prügel einstecken, nicht zuletzt wohl auch von „Experten“, die den Campus des FC Bayern noch nie von innen gesehen haben.

Dabei könnte der Weg des Belgiers goldrichtig sein und es liegt auch nahe, dass einige abgewanderte Jungspunde so einiges missen ließen, um sich nachhaltig beim Rekordmeister durchzusetzen. Max Eberl hat dies bei Adam Aznou (nun FC Everton) und Paul Wanner (PSV Eindhoven) deutlich angesprochen.

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