FCB-Neuzugang Tom Bischof äußert sich über seinen Start beim Rekordmeister hochzufrieden. Teamkollegen und Trainer erleichtern ihm den Einstieg.
Nach dem souveränen 4:0-Testspiel-Sieg des FC Bayern über den Europa League Sieger Tottenham Hotspur in der Allianz Arena zeigte sich Neuzugang Tom Bischof vor laufenden Kameras äußert zufrieden über seine ersten beiden Monate beim Rekordmeister. „In die Mannschaft reinzukommen ist relativ leicht“, so der 20-Jährige. „Es sind alles super Jungs.. Das ist genau mein Fußball, deswegen passt es.“
Eingewöhnungsphase bei der Klub-WM – nun die nächsten Schritte
Das sieht man zum Teil bereits beim Neu-Nationalspieler (Debüt beim Nations League Finalturnier), der zur Klub-WM für eine kleine Entschädigung (300.000 Euro) von der TSG Hoffenheim an die Säbener Straße gewechselt war und seine Eingewöhnungsphase in den USA verbrachte. Dort stand Bischof allerdings nur beim missglückten letzten Gruppenspiel gegen Benfica (0:1) für eine Halbzeit auf dem Platz.
Nach einem dreiwöchigen Urlaub sind mittlerweile eine Woche Training und zwei Testspiele dazugekommen. Bischof zeigt sich begeistert: Es ist natürlich ein überragendes Niveau“. Beim 2:1 gegen Olympique Lyon hatte er noch auf der Doppelsechs neben Leon Goretzka begonnen und einen durchaus guten Eindruck in der Allianz-Arena hinterlassen.
Bischof noch nicht in FCB-Startelf
Nun beim klaren 4:0-Sieg gegen Europa-League-Sieger Tottenham stellte FCB-Coach Vincent Kompany allerdings jene Startformation auf, die vermutlich auch in einer Woche beim Supercup in Stuttgart beginnen wird – also ohne Bischof. Der durfte gegen die Spurs eine knappe halbe Stunde spielen und dabei einen Anteil beitragen, dass aus einer 2:0-Führung ein überragender 4:0-Sieg wurde.
Jungnationalspieler Bischof ist einer von vier Kandidaten für die zwei zentralen Positionen vor der Abwehr des Rekordmeisters. Derzeit weniger für die Zehn hinter Harry Kane, wo gegen Lyon Paul Wanner und gegen Tottenham Michael Olise vorspielen durften. Letzter hinterließ – wenig überraschend – den besseren Eindruck zwischen Luis Díaz und Kingsley Coman hinterließ.
Die gemeinsam mit ihm eingewechselten zahlreichen Campus-Talente beurteilt Bischof: „Jeder von den jungen Spielern hier will zeigen, was er draufhat, und sich anbieten für die nächsten Spiele. Ich glaube, das haben sie und wir allgemein ganz gut gemacht.“ Er selbst zählt sich mit seinen gerade einmal 20 Jahren offenbar nicht mehr zu den Nachwuchskickern des Rekordmeisters.
„Das ist eine ganz blöde Frage“
Auf die Frage, ob er schon Ansprüche stelle auf einen Startplatz neben seinem Idol Joshua Kimmich, reagiert Bischof lachend: „Das ist eine ganz blöde Frage“. Und legt selbstbewusst nach: „Ich weiß, dass ich ein bisschen kicken kann, und ich probiere, alles reinzuhauen.“ Fürs Erste schein allerdings Kimmich und Goretzka die Nase vorne zu haben. Und in wenigen Wochen kehrt Aleksandar Pavlović nach seiner OP wegen eines Augenhöhlenbruchs zurück.
Auch von Chefcoach Kompany zeigt sich Bischof begeistert: „Im Training coacht er viel, alle, mich auch intensiv. Das tut mir sehr gut, da schaue ich mir auch was ab.“ Genauso wie von seinen Mannschaftsgefährten: „Neben dem Platz sind das alles normale Jungs. Aber dann, wenn du auf den Platz gehst, ist es schon ein Schalter, wo du dann siehst: Sie wollen einfach gewinnen. Das passt ganz gut zu mir.“
