Ex-Bundesligaspieler kritisiert „völlig absurdes Bayern-Bashing“

Maik Franz, zu seiner aktiven Zeit einer der härtesten und zweikampfstärksten Verteidiger der Bundesliga, verteidigt nun in seiner Kolumne den FC Bayern, speziell Max Eberl.

Während zahlreiche Experten zuletzt die Strahlkraft des Rekordmeisters infrage gestellt haben, insbesondere was die Bemühungen bei Verpflichtungen von internationalen Topstars betrifft, verteidigt der frühere Bundesliga-Profi Maik Franz in seiner aktuellen kicker-Kolumne die Bayern, vor allem Sportvorstand Max Eberl, gegen aus seiner Sicht maßlos überzogenen Urteile.

Maik: Strahlkraft des FCB längst nicht erloschen

Der heute 43-Jährige hat selbst nie für den FC Bayern gespielt, dagegen für die Bundesligakonkurrenten VfL Wolfsburg (2001-06), Karlsruher SC (2006-09), Eintracht Frankfurt (2009-11) und Hertha BSC (2011-14). Trotzdem zeigt er sich über den öffentlichen Umgang mit dem Rekordmeister verärgert: „Wenn ich höre oder lese, die Münchner hätten ihre Strahlkraft für Topspieler verloren, dann halte ich dieses Bayern-Bashing für völlig absurd“, stellt er klar. Als Beispiele nennt er die Verpflichtungen von Harry Kane und Michael Olise, die für ihn „echte Kracher“ sind.

Forderung nach Respekt und realistischen Erwartungen

Die wiederholte Kritik am FC Bayern sieht Franz nicht als Ausdruck fundierter Analysen, sondern als Folge „mangelnden Respekts“ gegenüber dem Verein und „gegenüber den Gesetzen des Transfermarkts“. Besonders die These, Eberl sei für die jüngsten Transferprobleme verantwortlich, hält er für voreilig und letztendlich falsch.

„Auch in diesem Sommer wird es noch den einen oder anderen Zugang geben, bei dem manche vielleicht erst in zwölf Monaten erkennen, wie gut und wertvoll er tatsächlich ist“, betont Franz. Er fordert mehr Geduld und realistischere Erwartungen gegenüber den Verantwortlichen an der Säbener Straße.

Kein Vorwurf wegen Williams und Wirtz

Zur nicht zustande gekommenen Verpflichtung von Nico Williams hat der 19-fache deutsche U21-Nationalspieler seine eigene Meinung: „Williams hat letztlich für zehn Jahre in Bilbao unterschrieben – da könnte man auch mal auf den Gedanken kommen, dass er Bayern und Barça gern benutzt hat, um sein Gehalt in die Höhe zu treiben.“

Auch beim „Wunschspieler“ Florian Wirtz könne man dem FC Bayern keinen Vorwurf machen. Die Entscheidung des Leverkuseners sei schlichtweg zugunsten der Premier League gefallen. Maik Franz: „Das alles sind Dinge, die man Max Eberl nicht vorwerfen kann“.

Maiks mahnende Worte an den FC Bayern

Entgegen der generellen Kritik fordert der frühere Profi zu Besonnenheit auf – und warnt davor, einen erfahrenen Sportvorstand wie Max Eberl zu früh abzuschreiben. Dennoch: „Dem Sportvorstand ist der Druck von allen Seiten inzwischen natürlich auch anzumerken. Doch Eberl hat über Jahre bewiesen, dass er ein Top-Manager ist“, lobt Franz den FCB-Sportboss.

Gleichzeitig warnt der 43-Jährige den deutschen Rekordmeister. Man sollte „im eigenen Interesse aufpassen, eine solche Führungskraft nicht zu schwächen oder gar nach nicht mal zwei Jahren schon wieder zu verlieren“.

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