FCB-Coach Vincent Kompany hat vor dem Duell mit Inter Mailand absolutes Vertrauen in seinen Kader. Einen Einsatz von Thomas Müller als Musiala-Ersatz lässt der Belgier offen.
Vincent Kompany nimmt seine Mannschaft angesichts der Verletzungsmisere an der Säbener Straße in die Pflicht. Auf der PK vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Inter Mailand in der Allianz Arena zeigt er sich dabei überzeugt von der Stärke seines dezimierten Kaders: „Ich habe keinen Bock auf Gejammer. Ich will die Ziele nicht ändern, weil wir Verletzte haben.“
Ohne Sieben gegen Inter Mailand
Gegen den italienischen Meister muss der deutsche Rekordmeister mit Manuel Neuer, Jamal Musiala, Alphonso Davies, Dayot Upamecano, Aleksandar Pavlović, Hiroki Ito und auch Kingsley Coman auf sieben hochkarätige Profis verzichten, doch Kompany hat weiterhin volles Vertrauen in seine Spieler. Man müsse „einfach davon ausgehen, dass die Jungs, die morgen spielen, die Leistung bringen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Jungs, die morgen dabei sind, daran beteiligt waren, uns in die derzeitige Position zu bringen.“
Laimer: Team muss „noch enger zusammenrücken“
Konrad Laimer betonte zuvor, die Mannschaft müsse nun „noch enger zusammenrücken“. Ob Jamal Musiala, der mit einem Muskelbündelriss wohl mindestens sechs Wochen ausfällt, von Thomas Müller ersetzt wird, ließ Kompany derweil offen. „Wir haben in dieser Saison schon ohne Jamal gespielt“, so der Belgier und ergänzte in Richtung der anwesenden Medienvertreter: „Sie können zurückschauen und da können sie alle Lösungen finden, die wir zur Verfügung haben.“
Generell war Kompany auf der PK – auf seine respektvolle Art – bemüht, den Trubel um Müllers Abschied von seinem Herzensverein in der aktuellen Situation nicht zu viel Bedeutung zukommen zu lassen. Auf die Frage nach seiner Beteilung an der Vereinsentscheidung bei der Klublegende antwortete der 38-Jährige: „Die Vorbereitung auf Inter war die Priorität in den letzten Tagen. Natürlich ist es in so einer Situation ganz normal, dass das alles so groß gemacht wird. Meine Rolle ist es, zu sehen, dass die Spieler vorbereitet sind auf das nächste Spiel.“
Kompany und Müller mit gemeinsamen Ziel
Das ist auch ganz im Sinne des Weltmeisters von 2014, der selbst die Saison noch mit maximalem Erfolg beenden möchte. Thomas Müller hat zudem Spekulationen um vermeintliche Unstimmigkeiten zwischen ihm und dem FC Bayern bei seinem Aus beim Rekordmeister erneut zurückgewiesen. „Zwischen mir und dem Klub bleibt nichts Negatives hängen, wir schauen nach vorne und sind voll auf einer Spur“, sagte Müller in einem Video, das er auf Instagram teilte: „Man muss sich nicht immer einig sein im Leben, um trotzdem voll auf einer Welle zu reiten.“
Der 35-Jährige betont die „gemeinsamen Ziele und gemeinsamen Interessen“ um das angepeilte Endspiel der Champions League in München am 31. Mai. Im Viertelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand könne man „so richtig die Tür aufstoßen in Richtung Finale dahoam“, so Müller: „Das ist es, was wirklich zählt und was uns als Mannschaft und mich am meisten beschäftigt.“
