Die Ampelkarte des Schweizer FCA-Verteidigers Cédric Zesiger war eine der spielentscheidenden Szenen beim Bayernsieg. Die Meinungen darüber gehen weit auseinander.
Der FC Bayern hat das schwierige „kleine Bayerische Derby“ beim FC Augsburg insgesamt hochverdient mit 3:1 gewonnen. Für die Vorentscheidung sorgte Harry Kanes Kopfballtor zum 2:1 nach einer Stunde Spielzeit nach Flanke von Michael Olise. Dem Treffer vorausgegangen war ein Freistoß von Joshua Kimmich nach einem Foul des Augsburger Verteidigers Cédric Zesiger an Harry Kane, bei dem er ihn ziemlich rustikal von hinten zu Fall gebracht hatte. Für die bayerischen Schwaben die Aufregerszene der Partie.
FC Augsburg sieht sich benachteiligt
Denn für den 26-jährigen Schweizer bedeutete dieses Foul die zweite Gelbe Karte im Spiel und somit Platzverweis per Ampelkarte. Seine Teamkollegen wie auch FCA-Coach Jess Thorup sahen die Szene anders als das Schiedsrichtergespann um Matthias Jöllenbeck: Kein Foul, da Zesiger auch noch leicht den Ball berührte. Verteidiger Jeffrey Gouweleeuw kritisierte bei DAZN gar „ein paar Entscheidungen vom Schiedsrichter, die nicht gerecht waren“.
Kane widerspricht: „Das war gefährlich.“
Der gefoulte Harry Kane kann diese Einschätzung überhaupt nicht nachvollziehen. Ebenfalls bei DAZN: „Es war eine klare Gelbe Karte. Er hat mich bei einem Konter von hinten attackiert. Das war gefährlich und ich hätte mir den Knöchel verstauchen können.“
Welche Spielszenen Gouweleeuw als „nicht gerechnet“ vom Schiedsrichter bewertet gesehen hat, ist unklar. Wahrscheinlich aber nicht diejenige in der 85. Minute im eigenen Strafraum, als der englische Torjäger des FC Bayern erneut zu Fall gebracht wurde. Hier entschied Jöllenbeck nicht auf Elfmeter für den Rekordmeister. Dies war wiederum in Kanes Augen eine Fehlentscheidung: „Wir hätten auch einen Elfmeter bekommen müssen.“
