Das Thema beschäftigt ganz Fußball-Deutschland: Wie geht es mit der FCB-Legende Thomas Müller weiter. Max Eberl hat sich nun dazu geäußert.
Zuletzt gab es übereinstimmende Medienmeldungen, dass der FC Bayern den im Sommer auslaufenden Kontrakt mit Thomas Müller überraschenderweise nicht mehr verlängern würde, es gäbe nicht einmal ein Angebot seitens des Vereins. Im Zentrum der öffentlichen Aufregung, die sich nicht selten als scharfe Kritik entlud, steht FCB-Sportvorstand Max Eberl. Der 51-Jährige saß heute bei der Spieltags-PK neben Coach Vincent Kompany und gab zur derzeitigen Situation Einblicke.
Pressekonferenz: Wann kommt das Thema Müller aufs Tablett?
Anfang der Woche war Eberl noch mit einer heftigen Erkältung im Bett gelegen, konnte sich folglich nicht gegen die permanent wachsende Kritik gegen seine Person wehren. So wurde die heutige Veranstaltung bereits mit Spannung erwartet, welche sich dahingehend steigerte, weil FCB-Pressesprecher Dieter Nickles die anwesenden Medienvertreter zunächst aufforderte, Fragen zum anstehenden Spiel an den Trainer zu stellen.
Die Journalisten hielten sich einige Zeit diszipliniert und geduldig an die Vorgabe, aber es war nur eine Frage der Zeit, wann das Thema angeschnitten werden musste: Warum nun der angebliche Sinneswandel im Verein, obwohl Eberl diese Entscheidung noch im Januar einzig und allein der 35-jährigen Vereinsikone überlassen hatte?
Eberl: Es gibt noch nichts zu verkünden
Der FCB-Sportboss wich aber aus: „Thomas Müller ist eine besondere Personalie, ein großer Spieler des FC Bayern. Weder Thomas noch wir haben etwas zu verkünden. Wir verkünden die Entscheidung, wenn die Gespräche abgeschlossen sind.“
Der körperlich sichtlich angeschlagene Eberl präzisierte auf wiederholte Nachfrage: „Die Vorwürfe kommen von außen, jeder hat eine Meinung zu allem. Wir machen intern unsere Arbeit und versuchen, alles zu besprechen. Dankbarkeit ist immer da. Uns behelligen die Gespräche mit den Spielern. Wenn es etwas zu verkünden gibt, werden wir es verkünden.“
Unruhe im Verein: Wer sind die Hauptverantwortlichen?
Obwohl er zunehmend genervt zu sein schien, äußerte sich der 51-Jährige bewusst gelassen zu der Frage nach der aufkommenden ausufernden Kritik an seiner Person: „Ich bekomme es tatsächlich nicht so sehr mit. Mein ganzer Fokus liegt auf dem FC Bayern und unseren Aufgaben. Wir treffen zusammen Entscheidungen, es ist ein Club. Ich nehme es wahr, aber ich versuche, meinen Job so gut wie möglich zu machen, im Sinne des FC Bayern, der steht über allem.“
Für den großen – von vielen Fans erhofften – Befreiungsschlag dienten Eberls Aussagen sicherlich nicht. Die Spekulationen und Gerüchte werden weitergehen, wohl eher sogar noch wachsen. Es scheint tatsächlich beim FC Bayern zu knirschen. Vielleicht sollte man dabei aber auch einen anderen Fokus in Erwägung ziehen anstelle permanent mit Max Eberl ein „Bauernopfer“ zu quälen. Dass dabei der mächtige FCB-Aufsichtsrat ein guter Tipp ist, ist kein großes Geheimnis.
