Sané in Leverkusen ohne Einsatz: Hinweis auf den Vertragspoker mit dem FC Bayern?

Leroy Sané kämpft aktuell um eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern. Zuletzt lieferten seine ansprechenden Leistungen Argumente dafür. Beim triumphalen CL-Viertelfinaleinzug des Rekordmeisters in Leverkusen bekam er jedoch keine Spielminute.

Der deutsche Nationalspieler Leroy Sané durchlebt derzeit an der Säbener Straße keine einfache Zeit. Seit der mächtige Aufsichtsrat des Vereins mit dem Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß als inoffiziellen Vorsitzenden ein Sparprogramm hinsichtlich der Spielergehälter als übergeordnetes Ziel ausgerufen hat, wird er wegen seines hohen Jahressalärs als Abschiedskandidat beim FC Bayern gehandelt.

Auch weil der 29-Jährige offensichtlich seine Bereitschaft zu erheblichen Zugeständnissen bei der Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags erklärt hat, scheint aktuell ein längeres Engagement des 67-fachen Nationalspielers wieder möglich zu sein.

Spekulationen wegen Nicht-Einsatz

Nun bekommt ein für ihn nach der Saison drohender Abschied aber plötzlich wieder neuen Nährstoff: Weil er beim 2:0-Sieg im CL-Achtelfinal-Rückspiel in Leverkusen nicht zu den 16 eingesetzten Spielern zählte, gibt es in diese Richtung gehend bereits wieder Spekulationen.

Es sollte allerdings ziemlich leicht fallen, diese zu entkräften. FCB-Chefcoach Vincent Kompany ist sein ehemaliger Spielerkollege bei ManCity, der bereits damals, aber auch jetzt in München grundsätzlich eine sehr hohe Meinung von ihm hat. Der Belgier ist zudem bekannt dafür, dass er sich bei seinen Aufstellungen nicht durch Transfergerüchte beeinflussen lässt.

Eigentlich hätte man erwarten können, dass Sané in der BayArena beim Stand von 1:0 (Gesamtscore 4:0) in der 58. Minute anstelle von Serge Gnabry für Kingsley Coman eingewechselt werden würde. Sanés Leistungen waren zuletzt besser und konstanter als die seines gleichaltrigen Nationalmannschaftskollegen. Aber darauf abzuleiten, dass dies ein Hinweis auf einen möglichen Sommerabgang sei, ist abenteuerlich.

Handelte Vincent Kompany lediglich „vernünftig“?

Viel nachvollziehbarer erscheint da eher eine „taktische Vernunftsmaßnahme“ von Kompany. Der das Spiel leitende Slowene Slavko Vinčić zählt zwar zu den Top-Schiedsrichtern der UEFA, tatsächlich sind seine Spielleitungen aber häufig fragwürdig. Der FCB selbst, die Nationalmannschaft, aber auch andere deutsche Teams waren bereits „Opfer“ von Vinčić. Man könnte auch bei Borussia Dortmund nachfragen, wie zufrieden man mit seiner CL-Finalleitung 2024 gewesen war.

Auch in der Partie in Leverkusen gab es frühzeitig fragwürdige Entscheidungen, nicht zuletzt, was die Verteilung von Gelben Karten betraf. Und Sané selbst, mit zwei Verwarnungen vorbelastet, wäre bei einer weiteren für das Viertelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand gesperrt gewesen. Zusätzlich gab es die Vorgeschichte aus dem Länderspiel im November 2023 gegen Österreich in Wien, als der Slowene Sané mit Glatt-Rot vom Platz stellte.

Warum also eine gute halbe Stunde vor Spielende bei einer Gesamtführung von 4:0 ein Risiko eingehen? Das könnte dabei durchaus Kompanys Kalkül gewesen sein. Viel eher, um den oftmals heißblütigen Sané vor einer Spielsperre zu schützen als ihn mit einer Nichtberücksichtigung auf das Abstellgleis eines Sommerabgangs zu stellen.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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