Der 2:0-Sieg des FC Bayern im Rückspiel des CL-Achtelfinals in Leverkusen lässt Fußball-Europa aufhorchen. Ein bisheriger Dauerkritiker gesteht nun sogar Bewertungsfehler ein.
Der deutsche Rekordmeister hat Bayer Leverkusen im Achtelfinale der Fußball-Königsklasse nicht die geringste Chance gelassen und mit einem Gesamtscore von 5:0 krachend aus dem Wettbewerb geworfen. Diese Machtdemonstration hat nun selbst bei Didi Hamann Eindruck hinterlassen. Der frühere Nationalspieler glaubt sogar, dass Vincent Kompanys Mannschaft in ihrer Hälfte der Favorit auf den Einzug ins CL-Finale ist. Generell müsse man den FC Bayern in dieser Form erst einmal schlagen.
„Besser kann man kaum spielen“
„Besser als der FC Bayern es beim 2:0 in Leverkusen getan hat, kann man kaum spielen“, lobt der 51-Jährige in seiner Sky-Kolumne. „Beim 3:0 im Hinspiel haben sie Leverkusens Fehler ausgenutzt, im Rückspiel haben sie ihre ganze Klasse gezeigt. Souverän, aggressiv, ballsicher. Leverkusens Hektik war von Anfang an der Übermacht der Münchner geschuldet. Wenn die Bayern so auftreten wie gegen Leverkusen, können sie im Konzert der Großen mehr als nur mitspielen. Dann muss sie erst einmal einer schlagen.“
Dadurch, dass der Weg ins Finale durch ein fixes Tableau vorgezeichnet ist, sind die Münchner für Hamann sogar der Favorit für den Einzug ins heiß ersehnte Finale dahoam: „Auch aufgrund der Auslosung in die etwas leichtere Hälfte des Turnierbaums sind sie jetzt in einer sehr guten Position. Ins Viertelfinale gegen Inter Mailand gehen sie mit breiter Brust. In ihrer Hälfte mit Barcelona und vielleicht Dortmund mache ich die Bayern zum Favoriten, ins Finale einzuziehen“.
Chefkritiker gesteht frühere „Fehleinschätzung“ ein
Hamann geht aufgrund der Gala-Vorstellung nun rückblickend sogar so weit, dass er das vielkritisierte 0:0 in der Bundesliga in Leverkusen Mitte Februar anders bewertet: „Die Bayern hatten damals mit Sicherheit im Hinterkopf, kein unnötiges Risiko eingehen zu müssen, wenn ihnen ein Punkt reicht“, so der Ex-FCB-Profi, der gesteht, das damalige Ergebnis „überbewertet“ zu haben.
Für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs sieht der 51-Jährige den Rekordmeister nun nicht zuletzt wegen der Glanzleistung in der BayArena gut gerüstet: „In den KO-Spielen in der Champions League spielt Erfahrung eine große Rolle. Du darfst selbst keine Fehler machen und musst die Fehler des Gegners ausnutzen.“
