Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg im Bundesliga-Topspiel gegen Eintracht Frankfurt herrschte beim FC Bayern große Zufriedenheit. Die Stimmen.
Nach den zwar ergebnistechnisch erfolgreichen drei Spielen innerhalb von sechs Tagen gegen Celtic Glasgow (zweimal) und Bayer Leverkusen wurde der FC Bayern aufgrund der wenig brillanten Spielweise von zahlreichen Experten heftig kritisiert. Folglich herrschte beim Rekordmeister nach dem äußerst souveränen Sieg gegen den zuvor in 2025 in der Bundesliga ungeschlagenen Tabellendritten aus Frankfurt beste Laune. Die Torschützen waren Michael Olise (45.+2), Hiroki Ito (61.), Jamal Musiala (83.) und Serge Gnabry (90.+2).
Bei den Hessen herrschte dagegen nach der 0:4-Klatsche große Ernüchterung. Die Erkenntnis, gegen „die beste Mannschaft in Deutschland“ verloren zu haben, war nur ein schwacher Trost.
Die FCB-Stimmen nach der Partie
Cheftrainer Vincent Kompany
„Wir sind immer ruhig geblieben und bleiben es auch jetzt. Der zusätzliche Tag hat uns gutgetan – die zwei extra Trainingstage, die Ruhe – das hat man heute direkt gesehen. Entscheidend ist, dass wir die Ergebnisse holen – und das haben wir heute getan, genau so, wie wir es wollten. Heute haben wir einfach sehr gut gespielt, wir hatten unsere Chancen, unsere Möglichkeiten. Der Fleiß, die Spielfreude – all das war da. Unser Ziel ist es immer, genau das auf den Platz zu bringen. Und jetzt geht es ruhig weiter zum nächsten Spiel – da wollen wir wieder gewinnen.“
Sportvorstand Max Eberl
„In der letzten Woche hat man einiges um uns herum gehört, aber wir sind ruhig geblieben und haben uns auf unser Ziel fokussiert: den Drittplatzierten der Bundesliga zu Hause zu schlagen. Das haben wir geschafft. Wir können nur das beeinflussen, was wir tun, was wir sagen, wie wir agieren. Das Drumherum kann man bei Bayern München nur schwer steuern. Wir bleiben auf unserem Weg, wir sind zu 100 Prozent von dieser Mannschaft überzeugt. Der Februar war ein ambitionierter Monat, den wir mit starken Resultaten abgeschlossen haben – heute mit einer eindrucksvollen Leistung. Darauf konzentrieren wir uns.“
FCB-Ikone Thomas Müller
„Natürlich macht so ein Sieg viel mehr Spaß, das ist klar. Wir spüren ja, wie Spiele laufen und sich anfühlen. In dieser Phase der Saison zählen am Ende nur die nackten Ergebnisse. Aber natürlich willst du auch nach Hause gehen und sagen: ‚Boah, heute waren wir richtig gut.‘ Wir haben verdient gewonnen und mit hoher Intensität gespielt.“
Zur von Lothar Matthäus losgetretenen „Demütigungs-Debatte„: „Es gibt solche Spielertypen und solche. Vielleicht war das in früheren Zeiten so, dass sich das für manche als Demütigung angefühlt hat, wenn man zum Zeitschinden verwendet wurde. Aber ich bin da mit dem Trainer in einem ganz guten Austausch und habe das absolut nicht so empfunden. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da.“
Aleksandar Pavlović, spätestens nach Joshua Kimmichs Ausscheiden die FCB-Schaltzentrale
„Wir haben offensiv wie defensiv super als Team gearbeitet. Wenn der Gegner den Ball hatte, sind wir alle hinter den Ball gekommen. Das Ergebnis spricht für sich. Wir versuchen immer, unsere Leistung zu bringen. Heute haben wir wieder unser Bestes gegeben. Wir wollen darauf aufbauen und genauso weitermachen.“
Eric Dier, souveräner Vertreter von Dayot Upamecano
„Es war ein gutes Spiel. Wir sind von Beginn an mit einer guten Energie und einer tollen Einstellung aufgetreten. Obendrein haben wir viel Qualität, das macht die Dinge einfach für uns. Wir haben zu null gespielt, das ist immer gut. Wir haben gut reagiert, wenn wir den Ball verloren haben, haben aggressiv Druck ausgeübt. Das hat uns das Leben einfacher gemacht. Ich versuche immer, bereit zu sein und gut zu trainieren. Wenn du die Möglichkeit bekommst, musst du versuchen, gut zu spielen und dein Bestes zu geben.“
Eintracht Frankfurt Stimmen
Ansgar Knauff: „Wir wussten, dass es ein schweres Auswärtsspiel wird – gegen die, aus meiner Sicht, beste Mannschaft in Deutschland. Uns war klar, dass wir nur wenige Offensivchancen bekommen würden.(…) Am Ende hat sich die brutale Qualität des FC Bayern durchgesetzt.“
Kevin Trapp: „(…) Am Ende steht die deutliche Niederlage und das tut weh. Nicht alles war schlecht, aber Bayern hat eine Qualität, die man nicht immer verteidigen kann, und nutzt jede Gelegenheit gnadenlos aus. Dass Bayern eine absolute Top-Mannschaft ist, das Maß aller Dinge, ist klar.“
