Spanien-Leihe droht für FCB-Supertalent zum Desaster zu werden

Adam Aznou wurde am Deadline Day der Wintertransferperiode vom FC Bayern zu Real Valladolid in LaLiga verliehen. Der Deal scheint für den 18-jährigen marokkanischen Nationalspieler zum Desaster zu werden.

Im Schatten des medial extrem begleiteten Wechsels von Mathys Tel zu Tottenham Hotspur gab der FC Bayern fast zeitgleich das Leihgeschäft von Linksverteidiger Adam Aznou zu Real Valladolid, dem Tabellenletzten in der ersten spanischen Liga, bekannt. Wie sein 19-jähriger französischer Teamkollege hatte der FCB-Campus-Spieler ursprünglich den Plan gehabt, sich in der Rückrunde beim Rekordmeister durchzusetzen, wie er dies schon im Nationalteam des WM-Vierten Marokko geschafft hatte. Die Realität sah jedoch weniger positiv für ihn aus.

Spätestens nach seinem unglücklichen Kurzauftritt im Heimspiel gegen Holstein Kiel (4:3), als er in der Schlussphase beim Stand von 4:1 eingewechselt worden war und am Gegentreffer zum 4:2 entscheidend beteiligt gewesen war, reifte in Aznou wohl die Erkenntnis, dass es in der Rückrunde für ihn noch nicht für die gewaltige Aufgabe reichen würde, sich nachhaltig bei Vincent Kompanys Profis profilieren zu können.

Ist Valladolid die völlig falsche Wahl?

Mit Real Valladolid war schnell ein Abnehmer für eine Leihe – ohne Kaufoption – bis zum Saisonende gefunden. Aber war der Tabellenletzte von LaLiga tatsächlich die richtige Wahl für den jungen Edeltechniker? Bereits bei seinem Wechsel befanden sich die Nordspanier mit einem gehörigen Abstand zum rettenden Ufer am Tabellenende der spanischen Eliteliga. Und seit der Ankunft von Aznou hat sich die Lage noch einmal verschlimmert, die eigenen Fans scheinen den Verein bereits aufgegeben zu haben.

Vier Tage nach seiner Ankunft in Valladolid wurde der 18-Jährige beim Auswärtsspiel bei Rayo Vallecano nach knapp einer Stunde beim Stand von 0:0 eingewechselt, sah kurz darauf bereits seine erste gelbe Karte im spanischen Profifußball und musste sich letztendlich mit seinem Team mit 0:1 geschlagen geben. Kein Fortschritt, aber auch noch kein Drama.

Verärgerte Fans lassen ihr Team im Stich

Dramatischer waren schon der Ereignisse am vergangenen Wochenende: Aznou stand im Liga-Heimspiel gegen den FC Sevilla, der aktuell weit entfernt von früherer (internationaler) Klasse auftritt, erstmals bei seinem neuen Verein in der Startformation. Zur Halbzeit war jedoch sein Arbeitstag beim Stand von 0:2 für die Andalusier bereits beendet. Von draußen musste er dann den weiteren ganz bitteren Verlauf miterleben.

Nach dem 3:0 für Sevilla in der 67. Spielminute leerte sich das zuvor gut besetzte Stadion José Zorilla rasend schnell. Das 0:4 in Minute 84 durch den früheren BL-Spieler Dodi Lukebakio erlebten nur noch die feiernden Auswärtsfans. Die enttäuschten Valladolid-Anhänger hatten zu dem Zeitpunkt ihre Mannschaft schon komplett aufgegeben und auch im Stich gelassen. Ein in der Heftigkeit ganz seltenes, wenn nicht sogar einmaliges Bild im Profifußball.

Valladolid scheint in den sicheren Abstieg zu taumeln

Mit 15 Punkten und 15:52 Toren nach 24 Spieltagen liegt Real Valladolid aktuell sieben Punkte hinter dem Vorletzten Deportivo Alavés. Die Lage scheint aussichtslos, zumal die eigenen Fans ihr Team bereits abgeschrieben zu haben scheinen.

Keine schönen Aussichten für den sympathischen jungen Burschen, für den die Saison beim FC Bayern und in der marokkanischen Nationalmannschaft so hoffnungsvoll begonnen hatte. Wenig Aussicht auf ein gestärktes Selbstvertrauen, um in der kommenden Spielzeit erneut an der Säbener Straße angreifen zu können.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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