Vor dem Meisterschafts-vorentscheidenden Topduell gegen den FC Bayern wächst der Druck auf Leverkusen. Bayer-Kapitän Lukáš Hradecký zeigt sich beeindruckt von der Saisonleistung des Rekordmeisters.
Die Titelverteidigung von Bayer Leverkusen gerät nach dem enttäuschenden 0:0-Unentschieden beim VfL Wolfsburg immer mehr ins Wanken. Der Rückstand auf den Tabellenführer aus München ist eine Woche vor dem Meistergipfel in Leverkusen auf satte acht Punkte angewachsen, was von Torhüter und Mannschaftskapitän Hradecký nach der Partie frustriert kommentiert wird: „Der Abstand ist leider viel zu groß geworden“.
Der finnische Nationalkeeper weiter: „Das ist der Unterschied zur letzten Saison: Die Spiele, die wir jetzt unentschieden spielen, haben wir letztes Jahr gewonnen. Da kommen leider die acht Punkte Abstand her.“ Der 35-Jährige zeigt sich aber auch von der Konstanz des FC Bayern in dieser Saison beeindruckt. Vincent Kompanys Team gewann nach der Winterpause alle sechs Bundesliga-Partien, wohingegen Bayer in den letzten beiden Auswärtspartien in Leipzig und Wolfsburg jeweils zwei Punkte liegen ließ.
Hradecký schätzt die Situation vor dem möglicherweise für die Deutsche Meisterschaft zumindest vorentscheidenden Duell am nächsten Samstag in der BayArena wie folgt ein: „So, wie die Bayern momentan drauf sind, glaube ich: Bei allem anderen als einem Heimsieg können wir es fast abschreiben. Wir brauchen jetzt schon einen Sieg. Mit einem möglichen Heimsieg könnten wir Bayerns Schwung vielleicht ein wenig stören. Aber selbst dann bleibt es natürlich schwierig. Wir hätten nicht gedacht, dass sie so stark spielen würden.“
Leverkusens Hoffnung dürfte nun sein, dass der 32-fache Bundesliga-Meister am Mittwochabend im Play-Off-Match der Champions League im Celtic Park von Glasgow einige Körner liegen lässt, um – selbst spielfrei und ausgeruht – mit einem Sieg zumindest wieder in Schlagdistanz zu kommen. Aber „selbst wenn Leverkusen die Bayern schlägt, ist es immer noch unwahrscheinlich, dass sie Meister werden“, bewertet aktuell sogar der FCB-Dauerkritiker Didi Hamann die Situation im deutschen Titelkampf.

Ein Kommentar zu “Leverkusen vor Topspiel gegen Bayern: „Hätten nicht gedacht, dass sie so gut spielen“”