„Fußballgott“ Schweinsteiger hatte seine schönste Zeit nicht beim FC Bayern!

Bastian Schweinsteiger zählt bei den FCB-Fans zu den Vereinslegenden. Dieser verrät nun aber durchaus überraschend, dass er seine schönste Fußballzeit nicht in München genossen hat.

Insgesamt 17 Jahre war der im oberbayerischen Kolbermoor geborene Bastian Schweinsteiger Spieler des FC Bayern. Schon als Jugendlicher gewann er seine ersten großen Titel für den deutschen Rekordmeister: Deutscher Meister mit der B-Jugend 2001, ein Jahr später mit der A-Jugend. Im selben Jahr debütierte er zusammen mit Philipp Lahm in der Champions League noch im Olympiastadion gegen den RC Lens. Mit acht Meistertiteln, sieben DFB-Pokalsiegen (Rekord) und dem legendären Triple 2013 gehört er zu den erfolgreichsten Spielern der FCB-Historie.

Als der neben dem Torschützen Mario Götze große Held des WM-Endspiels 2014 war „Schweini“ – auch verletzungsbedingt – in seiner letzten Bayern-Saison 2014/15 unter Pep Guardiola jedoch kein unumstrittener Stammspieler mehr beim Rekordmeister. Die Rolle des Mittelfeldstrategen musste er an den heutigen Leverkusen-Coach Xabi Alonso abtreten.

So entschied er sich im Sommer 2015 zu Beginn der Saisonvorbereitung für einen Wechsel zu Manchester United, wo ihn sein einstiger großer Förderer beim FC Bayern, Louis van Gaal, als Trainer erwartungsfroh empfing. Jedoch lief es überhaupt nicht bei den Red Devils, der Niederländer wurde nach der Saison entlassen und beim neuen Coach José Mourinho fand sich der Weltmeister von 2014, den die Bayernfans in der Arena zehntausendfach als „Fußballgott“ gefeiert hatten, schnell in der Reservistengruppe wieder.

Die Zeit im Old Trafford ging für den immer verletzungsanfälligeren Schweinsteiger nach lediglich 18 Premier League Spielen (1 Tor) überraschend früh zu Ende: Am 29. März 2017 unterschrieb er einen Vertrag beim MLS-Klub Chicago Fire, für den er bis zu seinem Karriereende im Oktober 2019 kickte.

Auf der SPOBIS Conference in Hamburg verriet Schweinsteiger nun, dass er exakt dort die schönste Zeit hatte: „Die schönsten Jahre als Fußballer hatte ich in Chicago. Die erfolgreichsten in München. Es war nicht nur der Fußball, es war der Mix. Die Umgebung, die Familie. Du konntest dich ein bisschen freier bewegen. Du warst nicht so unter Beobachtung.“

Der heute 40-Jährige ergänzt: „Die Mitspieler waren nicht so gut, die Kabinen waren nicht so schön wie in bei Bayern oder Manchester United. Aber das hat dich wieder auf den Boden gebracht, wenn die Mitspieler keinen Ferrari fahren. Das hat mir unglaublich Spaß gemacht, damals dabei zu sein und zu helfen“.

Vielleicht wählte der einstige FCB-Fanliebling bei seiner Schilderung schlichtweg nicht die ganz passenden Worte und er hätte besser von der „entspanntesten“ als der „schönsten“ Zeit seiner Fußballkarriere in Chicago gesprochen. Seine ganz großen Fans hierzulande werden seine Worte aber sicherlich nicht so gerne gehört haben, viele sähen ihn gerne zeitnah sogar in einem verantwortungsvollen Amt an der Säbener Straße. Vielleicht bemerken sie aber auch bereits seit einiger Zeit die gewisse Distanz des ARD-Fußballexperten, wenn es um seinen einstigen Herzensverein geht. Dass er das große Rampenlicht nicht so sehr liebt, ist zudem eine neue ebenfalls überraschende Neuigkeit über ihn.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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