FCB-CEO Dreesen verrät, wie der Tel-Deal wirklich ablief

Mathys Tel ist spät am Deadline Day zu Tottenham Hotspur in die Premier League gewechselt. Der FCB-Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen verriet nun, wie der Poker um den 19-Jährigen ablief.

Mathys Tel war medial während des Winter-Transferfensters ein Dauerthema. Jedoch erst kurz vor Mitternacht des Deadline Days konnten sich alle Parteien auf einen Deal einigen. Der französische U21-Nationalspieler wechselte auf Leihbasis vom FC Bayern zu Harry Kanes Ex-Klub Tottenham Hotspur. Die Londoner sollen dafür eine Leihgebühr in Höhe von zehn Millionen Euro entrichten und sich für den Sommer eine Kaufoption über 60 Millionen Euro gesichert haben.

„Dieses Leihgeschäft war etwas Besonderes, weil es innerhalb von weniger als einer Woche eine Menge Verwirrung gab“, erklärte nun FCB-CEO Jan-Christian Dreesen auf der SPOBIS Conference in Hamburg. Laut Medienberichten sollen sich die Verantwortlichen des Rekordmeisters und die von Tottenham zunächst bereits auf einen fixen Transfer von Mathys Tel verständigt haben, den dieser jedoch ablehnte. Erst am Deadline Day kam dann die Kehrtwende und der Wechsel konnte in angepasster Version doch noch finalisiert werden.

Dreesen zum Ablauf des Tel-Deals: „Junge Spieler können sich nicht entwickeln, wenn sie keine Einsatzminuten bekommen. Im Fall von Mathys wurde er zwar ab und zu eingewechselt, aber bei uns hat er sich nicht weiterentwickelt. Er ist erst 19 Jahre alt. Also mussten wir uns eine Lösung überlegen. Das haben wir zu Beginn der Winterpause getan, aber Mathys wollte unbedingt bleiben und sich bei uns etablieren. Das Thema Ausleihe oder Verkauf war also zu diesem Zeitpunkt erledigt.“

Der 57-Jährige führt weiter aus: „Irgendwann hatte er dann nach einem Spiel, in dem er nicht gespielt hat, einen Sinneswandel. Er ging zum Trainer und zum Sportdirektor und sagte: ‚Ich möchte zu einem anderen Verein gehen, weil ich in meiner Karriere nicht weiterkomme‘ – Wir haben daran gearbeitet. Es war spät im Zeitfenster. Es gab viele Angebote und Anfragen. Letztlich muss der Spieler überzeugt werden, sonst macht es keinen Sinn. Wir wollten das Richtige tun, nicht nur für uns, sondern auch für den Spieler. Das ist uns am Ende auch gelungen. Ob die Kaufoption ausgeübt wird, das hat mit Mathys und seinen Leistungen zu tun – dann denke ich, werden alle ihren Spaß haben“, so Dreesen.

Offen bleibt bei Dreesens Ausführungen, ob der Spieler, der immer wieder seine große Liebe zum FC Bayern bekundet hatte, tatsächlich beim Ziehen der Kaufoption durch Tottenham im Sommer ein Mitspracherecht hat. Das Kapitel Tel – FC Bayern sollte längst noch nicht geschlossen sein. Vieles erscheint möglich: Zukünftiger Stammspieler bis Vereinslegende, aber auch lukrativer Deal, um zum Beispiel einen Wirtz-Wechsel an die Säbener Straße finanziell wahrscheinlicher machen zu können.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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