Der FC Bayern zeigte sich nach der bitteren Champions League Niederlage in Rotterdam gut erholt und feierte einen 2:1-Sieg beim heimstarken SC Freiburg. Die Stimmen nach der Partie.
Während der deutsche Rekordmeister bei der 0:3-Niederlage bei Feyenoord Rotterdam noch Chancenwucher betrieben hatte, war sein heutiger Auftritt im Breisgau vor dem Tor von mehr Kaltschnäuzigkeit gekennzeichnet. Nach Jamal Musialas Pfostenschuss nutzte Harry Kane die zweite Torgelegenheit der Münchner im Stile eines Weltklassestürmers. Minjae Kim erhöhte neun Minuten nach der Halbzeit, der Freiburger Anschlusstreffer eine Viertelstunde später ließ den Sieg des Rekordmeisters nicht mehr ganz so souverän aussehen, wirklich gefährdet war er jedoch nicht. Gerade im Kontext der bitteren CL-Niederlage unter der Woche fand das Wort „Mentalität“ häufige Verwendung.
Die Bayernstimmen zum Sieg
FCB-Sportvorstand Max Eberl
„Es war ein sehr kompliziertes Auswärtsspiel in Freiburg. Man fährt als Bundesligist nicht gerne hierher, weil du weißt, was auf dich zukommt – Euphorie, Emotionen, aber vor allem eine sehr laufstarke und disziplinierte Mannschaft. Ich finde, dass wir sehr gut begonnen haben. Wir haben bestimmt nicht unser brillantestes Spiel gemacht, aber man hat gemerkt, dass wir gewinnen wollten. Von der Moral her, war das ein sehr, sehr wichtiges Spiel von uns.“
Chefcoach Vincent Kompany
„Ich wusste, dass dieses Spiel nicht einfach wird. In der Heimtabelle ist Freiburg Zweiter, wir haben viele Spiele von ihnen gesehen. Ich wusste, dass wir für den Sieg kämpfen müssen, das war zu erwarten. Es war eine schwierige Woche mit drei Spielen, wir waren hauptsächlich auf Reisen. Wir sind mit der richtigen Mentalität ins Spiel gekommen. Wir haben oft sehr guten Fußball gespielt und gewonnen. Heute war es nicht unser schönstes Spiel, aber es gehört zu den schönsten Siegen. Diese Freiburger Mannschaft ist einfach sehr stark zu Hause.“
Joshua Kimmich
„Es war wirklich sehr, sehr viel Mentalität gefragt. Wir hatten sicher schon Spiele, in denen wir fußballerisch und technisch besser gespielt haben. Aber dieser Sieg hat uns gutgetan – vor allem die Art und Weise, wie wir heute gewonnen haben. Es war schon ein geiles Gefühl, so zu gewinnen. Nach dem 2:0 waren wir ein bisschen auf Kontrolle aus. Ich fand, wir haben das nach dem 2:0 echt ganz gut gemacht. Das Gegentor kam dann eher aus dem Nichts – es war nicht so, dass Freiburg eine richtige Druckphase hatte.
Natürlich können sie mit ihrer Spielweise den Gegner unter Druck setzen, aber ich glaube, wir haben sie insgesamt ganz gut vom Tor weggehalten. Jeder hat bis zum Schluss alles dafür getan, die Angriffe zu verteidigen. Es ist wichtig zu verstehen, dass wir nicht jedes Spiel komplett kontrollieren können. Wir können nicht jedes Mal 80 Prozent Ballbesitz haben und zehn Großchancen kreieren. Es gibt auch Spiele wie heute, wo du nur zwei oder drei große Chancen hast, von denen du zwei nutzen und dann hinten alles wegverteidigen musst.“
Josip Stanišić, der bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause wiederum von Leon Goretzkas Verletzungspech profitierte
„Vielleicht hätten wir in der einen oder anderen Situation etwas besser spielen können, aber wir wollen uns jetzt nicht zu sehr in Kleinigkeiten verlieren. Für mich war es einfach geil, wieder zu spielen.“
Titelbild: Ein Bild, das die Gemütslage nach dem Spiel sehr gut wiedergibt – strahlende Bayern.
