Nach der ernüchternden 0:3-Pleite im Champions League Spiel bei Feyenoord Rotterdam reagiert das Umfeld des FC Bayern mit hektischen Schuldzuweisungen. FCB-Coach Vincent Kompany bleibt dagegen „sehr ruhig“.
Während sich die Medien und zahlreiche Anhänger des Vereins in den Social Media gegenseitig mit Negativszenarien zu überbieten scheinen, bleibt der belgische Bayern-Trainer Vincent Kompany trotz des herben Rückschlags in der Champions League, der eine direkte Achtelfinal-Qualifikation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unmöglich macht, weiter gelassen.
Auf der Spieltags-PK vor der Bundesliga-Auswärtspartie in Freiburg schildert der 38-Jährige seine Gemütslage: „Ich bin einer, der in solch einer Situation sehr ruhig bleibt. Auch jetzt. Es ist wichtig, dass wir darüber reden, was wir besser machen müssen. Damit wir wieder ganz oben dabei sein können, müssen wir unseren Weg gehen“.
Das in der Weise der Entstehung fast schon skurrile 0:3 in der Königsklasse bei Feyenoord Rotterdam soll beim Rekordmeister keine Spuren hinterlassen. Dafür setzt Kompany nun auf eine schnelle Reaktion. Er hofft, „dass die Antwort auf dem Platz kommt. Das ist wichtig. Unsere ganze Saison muss eine Reaktion sein. Wenn du die Preise gewinnen willst, musst du da sein.“
Beim SC Freiburg fehlen Kompany zusätzlich zu den Langzeitverletzten der gelbgesperrte Konrad Laimer sowie Alphonso Davies, der sich in Rotterdam einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. João Palhinha und Sacha Boey sollen dagegen wieder in den Kader zurückkehren.
Sportdirektor Christoph Freund schloss derweil auf derselben PK kurzfristige Verpflichtungen aus. „Das eine Spiel ändert nichts an unserer Überzeugung von diesem Kader. Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität. Ich habe gelernt, dass man im Fußball nie etwas ausschließen kann, aber es ist nichts geplant“.
Die angenehm ruhige Art des Belgiers scheint den gesamten Verein, zumindest die sportlich Verantwortlichen und die Spieler, auf positive Weise angesteckt zu haben.
