Im Podcast von Rio Ferdinand erklärt FCB-Spieler Kingsley Coman den Unterschied zwischen Robert Lewandowski und Harry Kane. Seinen Ex-Coach Thomas Tuchel hat er überraschend positiv in Erinnerung.
Vize-Weltmeister Kingsley Coman hat beim FC Bayern mit Robert Lewandowski (jetzt FC Barcelona) und Harry Kane zusammengespielt, erlebte sie im Training und vielen Partien auf dem Rasen hautnah. Im Gespräch mit Englands Fußballlegende Rio Ferdinand vergleicht er die beiden Ausnahme-Stürmer in dessen Podcast. Sein aktueller Teamkollege kommt dabei etwas besser weg.
Kane mit mehr Einfluss auf das Bayern-Spiel
„Sie sind sich beide sehr ähnlich. Aber ich persönlich würde sagen, dass Kane doch mehr Einfluss auf das komplette Spiel nimmt. Kane ist auch am Aufbauspiel beteiligt, während Lewy ein echter Strafraumstürmer ist. Er kann den Ball zwar auch gut halten, aber Harry spielt fast wie ein Zehner. Darum fehlt er auch manchmal vorn in der Spitze. Robert ist vor dem Tor aber ein Killer, Harry ist aus der Distanz besser.“
Auf Ferdinands Frage, wer auf seiner Außenstürmer-Position für ihn der Beste sei, antwortet der 28-Jährige: „Da würde ich Mohamed Salah sagen, weil er so unglaublich effektiv ist. Zudem ist er immer fit. Das ist eine besondere Qualität von ihm, weil er Flügelstürmer doch sehr viele Sprints und intensive Läufe und Dribblings machen muss.“
Da fließt ganz offensichtlich die leidvolle Erfahrung eines permanent verletzten Flügelflitzers ein, der selbst sicherlich für wesentlich mehr Furore hätte sorgen können, wenn seine Ausfallzeiten nicht gar so hoch gewesen wären.
Thomas Tuchel hinterlässt einen sehr positiven Eindruck
Sehr positiv hat Coman Thomas Tuchel, seinen Ex-Trainer beim FC Bayern in Erinnerung, speziell die erste Phase, als dieser im März 2023 das so schwierige Amt von Julian Nagelsmann an der Säbener Straße übernommen hatte. Der aktuelle Coach der Three Lions hinterließ sofort Eindruck bei ihm.
„Ich erinnere mich noch sehr gut an seine erste Ansprache. Er gab uns das Gefühl: Wir sind zurück! Da war so viel Kraft. Er hat uns daran erinnert, wie die Menschen uns von außen als FC Bayern sehen, wie sie sich vor Bayern fürchten. Er meinte, dass wir die nötige Intensität zurückbringen müssen“, so der Siegtorschütze im Champions League Finale 2020.
Dieses eigentlich so typische wie legendäre Mia-san-mia-Gefühl hielt beim deutschen Rekordmeister dann jedoch nicht lange an. Im Gegenteil, in der 14-monatigen Tuchel-Ära setzte mehr und mehr eine völlige Verunsicherung fast der gesamten Mannschaft ein. Die Saison 2023/24 endete als erste titellose Spielzeit nach einem Dutzend Jahren. Unter Tuchels Nachfolger Vincent Kompany scheint nun aber wieder das alte Selbstbewusstsein an die Säbener Straße zurück gekehrt zu sein.
