Die andere These: Leroy Sané setzt sich noch beim FC Bayern durch

Wenn es beim FC Bayern wie in Mainz nicht läuft, steht Leroy Sané fast schon reflexartig in der Kritik von Fans und Medien und wird permanent als Sommerabgang gehandelt. Die Argumente, warum es nicht so kommen wird.

Der deutsche Nationalspieler Leroy Sané steht permanent im Fokus der Öffentlichkeit. Sein riesiges Talent, sein gewaltiges Potenzial sind bekannt, er gilt als Unterschiedsspieler. Leider kann er seine Fähigkeiten häufig aber nicht auf dem Platz zeigen. Passiert dies, wirkt der 28-Jährige sehr rasch genervt und unzufrieden. Diese Gesten, Folgen seines großen Ehrgeizes werden von vielen mit Lustlosigkeit und Null-Bock-Einstellung verwechselt.

Die Trainer sind „Sané-Fans“

Die Trainer, zuletzt beim FC Bayern sowohl Julian Nagelmann als auch Thomas Tuchel und nun Vincent Kompany zeigen trotzdem jeweils großes Vertrauen in die Fähigkeiten wie auch in den Charakter des 67-fachen Nationalspielers. Der aktuelle Bundestrainer sogar so viel, dass er den Unterschiedsspieler angeschlagen für die Heim-EM nominierte.

Nach dem Turnier musste sich Sané jedoch endgültig der überfälligen Leisten-OP unterziehen, die ihn die gesamte Rückrunde 2023/24 extrem behindert hatte. So verpasste er auch einen größeren Teil der Vorbereitung auf die laufende Saison unter dem neuen Coach Vincent Kompany, der allerdings ein Vertrauter aus gemeinsamen Fußballtagen bei Manchester City ist.

Der ehrgeizige Nationalspieler verkrampft

Startete Sané jeweils überragend in die Spielzeiten 2022/23 und 2023/24, kommt er in der laufenden Spielzeit trotz aller Bemühungen – auch aus den gerade erwähnten Gründen – nicht so richtig in Tritt. Von Lustlosigkeit sind seine Auftritte jedoch meilenweit entfernt. Eher unglücklich und auch verkrampft aus einem gewissen Überehrgeiz heraus. Hervorragend ist jedoch die Arbeit des technisch hochversierten Offensivspielers nach hinten in jeder Partie, leider wird darüber aber wenig bis nichts berichtet. Sein Trainer und seine Mitspieler honorieren das aber ganz gewiss.

So wird nun immer offener darüber spekuliert, dass diese Saison die letzte von Sané an der Säbener Straße sein wird.

Die Gründe, warum es doch anders kommen wird:

Anders als zum Beispiel der Ex-FCB-Spieler Matthijs de Ligt ist Sané kein Liebling der Medien und der meisten Fans, eben weil viele nicht mit seiner Mimik und Gestik zurecht kommen. Während aber de Ligt bei vielen seiner letzten Trainer durchgefallen ist bzw. in seiner Nationalmannschaft keine Rolle spielt, scheint Sané ein Liebling seiner Trainer zu sein, weil diese ihn besser einschätzen können als andere von außen. Auch Kompany scheint auf Sanés Explosion zu warten, er kennt seine Fähigkeiten, seinen Charakter und zeigt folglich die nötige Geduld mit dem Hochbegabten.

Sané gehörte in den vergangen beiden Spielzeiten jeweils zu den Top3 der FCB-Topscorer: 2022/23 war er wettbewerbsübergreifend mit 26 Torbeteiligungen Dritter (hinter Musiala und Gnabry), 2023/24 mit 24 gar Zweiter hinter dem dominierenden Harry Kane. Seine gute Halbserie wird noch kommen.

Sané ist eine Kämpfernatur

In den letzten beiden Spielzeiten ist er jeweils in der Rückrunde eingebrochen: Im Frühjahr 2023 hatte dies mit dem kollektiven WM-Frust fast aller FCB-Spieler zu tun, der sensible Sané war mittendrin. In der Rückrunde 2023/24 war es schmerzbedingt. Er kämpfte, wollte, konnte aber nicht mehr so wie gewohnt. Er opferte nahezu seine Gesundheit, um auf dem Platz stehen zu können. In den Halbzeitpausen blieb er auch bei kühlen Temperaturen draußen auf dem Platz, machte Übungen, um nicht auszukühlen. In dieser Saison wird die Rückrunde Leroys viel bessere Halbserie.

Leroy Sané gehört zwar zu den Topverdienern des FC Bayern, ist aber ganz offensichtlich anders als Teamkollegen von ihm bereit dazu, bei einer Vertragsverlängerung Gehaltseinbußen zu akzeptieren. Dies ist sicherlich bei den Vereinsverantwortlichen positiv angekommen.

Auslaufender Vertrag sogar ein Vorteil

Der Vertrag des dann 29-Jährigen läuft im Sommer aus. Der FC Bayern würde folglich keinen Cent an Ablösesumme für ihn bekommen. Das sieht bei Serge Gnabry und Kingsley Coman, seinen derzeit verletzten Sturmkollegen mit fetten Jahresgehältern, anders aus.. Eine wirtschaftliche Kalkulation.

Deshalb: Leroy Sané wird endlich auch eine exzellente Rückrunde spielen, seine Vorgesetzten überzeugen und folglich einen neuen Kontrakt – wenn auch zu reduzierten Bezügen – an der Säbener Straße unterschreiben.


Titelbild: Leroy Sanés Torjubel mit Buddy Jamal Musiala.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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